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Motorrad: Marquez bleibt der "Sachsenking"

Der Spanier triumphiert einmal mehr auf der Strecke in Hohenstein-Ernstthal. Auch ein deutscher Fahrer überzeugt.

Marc Marquez aus Spanien vom Repsol Honda Team jubelt während der Siegerehrung über seinen Sieg in Hohenstein-Ernstthal.
Marc Marquez aus Spanien vom Repsol Honda Team jubelt während der Siegerehrung über seinen Sieg in Hohenstein-Ernstthal. © dpa-Zentralbild

Als die spanische Hymne zur Siegerehrung erklang, kullerten bei Marc Marquez auf dem Podium die Tränen, alle Emotionen mussten raus. Nach harten Monaten hat sich der "King of Sachsenring" in der MotoGP mit einer Galavorstellung eindrucksvoll zurückgemeldet, der Spanier feierte seinen elften Sieg in Serie beim Großen Motorrad-Preis von Deutschland und unterstrich: Der König ist zurück.

"Das ist einer der wichtigsten und schwierigsten Momente meiner Karriere", sagte der Honda-Werksfahrer im parc ferme, "ich wusste, ich habe eine gute Chance. Ich musste mir sagen: Heute ist der Tag", so Marquez: "Als ich ein paar Regentropfen gesehen habe, war mir klar: Das ist mein Rennen."

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Der achtmalige Weltmeister hatte sich im Vorjahr beim Saisonauftakt in Jerez einen Oberarmbruch zugezogen. Es folgten eine Infektion, drei Operationen, neun Monate Pause und ein enttäuschendes Comeback. Zuletzt war Marquez dreimal nacheinander ausgeschieden, vor dem deutschen Grand Prix, der ohne Zuschauer über die Bühne gehen musste, war ihm dieses Jahr noch kein Sprung aufs Treppchen gelungen.

Marquez, der auf dem Kurs bei Hohenstein-Ernstthal erstmals seit 2009 nicht auf der Pole Position stand, arbeitete sich von Startplatz fünf blitzschnell nach vorn und setzte sich schon Ende der ersten Runde an die Spitze.

"Es wird ein schwieriges Rennen. Mal sehen, ob ich es ein bisschen genießen kann", sagte der einstige MotoGP-Dominator in der Startaufstellung. Doch der 28-Jährige kontrollierte das Geschehen scheinbar mühelos, auch als es kurz leicht tröpfelte, niemand konnte ihm gefährlich werden. Es war Marquez' erster Sieg seit dem 17. November 2019 in Valencia - nach 581 Tagen.

Schrötters starke Aufholjagd

Hinter Marquez landete beim achten WM-Lauf der Portugiese Miguel Oliveira (KTM) auf dem zweiten Platz, Dritter wurde WM-Spitzenreiter Fabio Quartararo aus Frankreich. Italiens Superstar Valentino Rossi (beide Yamaha) wurde bei seinem eventuell letzten Auftritt am Sachsenring 14. Noch ist offen, ob der 42-Jährige seine Karriere 2022 fortsetzen wird.

Der einzige deutsche Starter überzeugte. Marcel Schrötter (Vilgertshofen) holte dank einer starken Aufholjagd beim Heimrennen ein Top-10-Ergebnis. Der 28-Jährige wurde im 200. Moto2-Lauf der WM-Geschichte Sechster, nachdem er im Qualifying als 17. enttäuscht hatte.

"Wir können und müssen damit zufrieden sein. Ich habe es ganz gut gemeistert", sagte Schrötter bei ServusTV: "Ich hatte enorm mit meinem linken Oberarm zu kämpfen." Ganz grundsätzlich müsse das Team "mehr aus dem Qualifying rausholen".
WM-Spitzenreiter Remy Gardner feierte seinen dritten Sieg nacheinander, hinter dem Australier komplettierten Aron Canet (Spanien) und Marco Bezzecchi (Italien) das Podium.

Abteilung Attacke

"Der Plan ist: Leute überholen, Spaß haben und das Beste draus machen", sagte Schrötter vor dem Start, "auf jeden Fall Attacke" sei das Motto. Und der Oberbayer, 2019 bei der bislang letzten Auflage des Grand Prix Dritter, hielt Wort. Schon in der ersten Runde machte er vier Positionen gut.

Überholmanöver und Stürze von gleich drei Konkurrenten brachten Schrötter weiter nach vorn. In der letzten Runde musste der Deutsche noch Sam Lowes (Großbritannien) passieren lassen und verlor Rang fünf. In der Moto3 gewann WM-Spitzenreiter Pedro Acosta nach einem Sturzfestival. Nur 18 von 26 Fahrern kamen ins Ziel. Weiter geht es am kommenden Wochenende in Assen/Niederlande. (sid)

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