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Dresdner Team fährt mit Pilotin in der DTM

Der erst 2018 gegründete Rennstall T3 steigt in die höchste Tourenwagenliga auf und startet dort mit zwei Lamborghinis. In einem sitzt eine Frau.

Die Britin Esmee Hawkey fährt in der neuen DTM-Saison für das Dresdner Team T3.
Die Britin Esmee Hawkey fährt in der neuen DTM-Saison für das Dresdner Team T3. © Foto: Picture Alliance/Reuters

Dresden. Die Gerüchte kursierten schon länger, nun wurde es offiziell bestätigt: Das Dresdner Rennteam T3 geht in der neuen Saison der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM), die in gut einer Woche im italienischen Monza beginnt, mit zwei Lamborghinis an den Start. In einem der beiden Cockpits sitzt mit Esmee Hawkey eine Frau - was im Motorsport immer noch ungewöhnlich ist. Unter den 19 DTM-Piloten sind nur zwei Pilotinnen, neben Hawkey fährt noch Sophia Flörsch, die im November 2018 bei einem Rennen der Formel 3 in Macau nach einem Unfall in ein mobiles Podest geflogen war und sich mehrere Wirbelbrüche zuzog, in der populärsten europäischen Tourenwagenserie.

Die 23-jährige Hawkey, die südlich von London aufwuchs, fuhr in der vergangenen Saison im britischen Porsche-Carrera-Cup und gewann dort die Pro-Am-Klasse. Der Kontakt zum erst 2018 gegründeten Dresdner Team entstand wohl durch eine private Verbindung: Hawkey ist mit dem Südafrikaner Jordan Pepper liiert. Der gab im Vorjahr für T3 in einem Bentley im ADAC GT Masters Gas.

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Mit solch einem Lamborghini Huracan geht das Dresdner Team T3 im ADAC GT Masters an den Start. Die DTM-Autos bekommen eine andere Lackierung.
Mit solch einem Lamborghini Huracan geht das Dresdner Team T3 im ADAC GT Masters an den Start. Die DTM-Autos bekommen eine andere Lackierung. © T3

In dieser Rennserie startete das Dresdner Team in den vergangenen Jahren - und macht das auch weiterhin. Der Einsatz in der DTM kommt nun noch obendrauf. Möglich wurde er vor allem durch eine Regeländerung. Der DTM-Chef und ehemalige Formel-1-Pilot Gerhard Berger hatte durchgesetzt, dass künftig nur noch Rennautos der GT3-Klassifikation zum Einsatz kommen. Mit denen wird auch in der ADAC GT Masters gefahren, sie sind deutlich günstiger als die bisher eingesetzten DTM-Sonderanfertigungen. Zuletzt engagierten sich mit BMW und Audi nur noch zwei Hersteller in der DTM, was eine Regeländerung dringend notwendig machte. In der neuen Saison sind es nun sechs Marken.

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Im zweiten Dresdner Lamborghini Huracan Evo GT3 sitzt der 19-jährige Belgier Esteban Muth, wie Hawkey ein DTM-Neuling. "Ich kann es kaum erwarten loszulegen", erklärte die Engländerin. "Ich weiß, dass es ein großer Schritt sein wird, aber ich bin bereit, das Beste daraus zu machen." Die Rennen der DTM-Saison werden live von Sat1 übertragen.

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