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Sport

Speerwerfer Vetter muss Pause einlegen

Der Weltjahresbeste verpasst die deutsche Meisterschaft. Schon bei seinem jüngsten Erfolg beendete der gebürtige Dresdner den Wettkampf vorzeitig.

Johannes Vetter
Johannes Vetter © Archiv: dpa/Hendrik Schmidt

Offenbach. Der zuletzt überragende Speerwurf-Star Johannes Vetter muss sieben Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) eine Wettkampfpause einlegen.

Der deutsche Rekordhalter, der mit einer Weite von 96,29 Metern jüngst eine Weltjahresbestleistung aufgestellt hat, wird von einer "diffusen Muskelverletzung" ausgebremst, hieß es in einer Pressemitteilung am Mittwoch. Vetters Start bei Olympia sei aber nicht gefährdet.

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"Es besteht für mich kein Grund, nervös zu werden. Die Untersuchungen zeigen Flüssigkeitseinlagerungen. Olympia ist im Fokus und wir bleiben daher vorsichtig", sagte der 28-Jährige, der die deutschen Meisterschaften am Wochenende ausfallen lässt: "Eventuell werde ich jetzt erst mal für 96,29 Euro Grillfleisch holen und mit ein paar Freunden am Baggersee chillen und meine Heilung beschleunigen. Empfang habe ich dort auch, so kann ich die Entscheidungen verfolgen."

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Dass Vetter bei den deutschen Titelkämpfen in Braunschweig nicht antritt, sei für die Nominierung für Olympia unerheblich, betonte Speerwurf-Bundestrainer Boris Obergföll: "Johannes hat mehrfach erstaunliche Leistungen gezeigt, sodass er sich um einen Nachteil der Nichtteilnahme keine Gedanken machen muss." Vetter plant, am 26. Juni beim Meeting im finnischen Kuortane zu starten. (sid)

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