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Bürokratischer Marathon: Der lange Weg zu Olympia in China

Tino Meyer schildert im Podcast "Dreierbob" die Besonderheiten seiner Einreise in China. Aus Peking berichtet der Reporter für Sächsische.de von den Olympischen Spielen.

Von Fabian Deicke & Tino Meyer
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Tino Meyer, SZ-Ressortleiter Sport, bei der Arbeit im Pressezentrum an der Bobbahn in Yanqing, 80 Kilometer von Peking entfernt.
Tino Meyer, SZ-Ressortleiter Sport, bei der Arbeit im Pressezentrum an der Bobbahn in Yanqing, 80 Kilometer von Peking entfernt. © Robert Michael

Peking. Es ist kalt in Peking in diesen Tagen, eisig kalt und die Sonne trügerisch, sehr trügerisch. Sie sorgt für schöne Bilder, wärmt aber nicht – was ganz gut passt zu diesen Olympischen Winterspielen, die am Freitag in Peking eröffnet werden.

SZ-Reporter Tino Meyer ist seit Dienstag in Peking und berichtet über die Spiele in der chinesischen Hauptstadt. Im Wintersport-Podcast Dreierbob erzählt er vom Ankommen im Land, aus dem das Coronavirus kam, und von seinem Leben in der olympischen Parallelwelt mit täglichen Tests und abgeriegelten Sportstätten und Unterkünften.

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Vom der historischen Idee, dass sich bei Olympia die "Jugend der Welt" zum sportlichen Wettstreit trifft, ist nicht viel geblieben. Das habe erst mal nichts mit Peking im Speziellen zu tun, stellt Meyer fest.

Doch falle es ein mehr auf als bei früheren Spielen. Neben dem Dauer-Thema Corona, das schon die Sommerspiele im vergangenen August in Tokio überlagert hat, kommt nun ein explizit chinesisches hinzu: der Umgang mit Menschenrechten wie die freie Meinungsäußerung.

Die Akkreditierung: Wie sich Journalisten für Olympia "qualifizieren"

Von speziellen Umständen ist zuletzt bei Sportlern und Trainern immer wieder die Rede gewesen, und das hat schon vor der Einreise angefangen. Normalerweise müssen die Athleten eine sportliche Norm erreichen, um sich den Traum von Olympia zu erfüllen. Zweimal beim Weltcup unter den besten 15 oder einmal in den Top 8 – das sind beispielsweise die Kriterien in Deutschland.

Mannschaften müssen sich extra bei Turnieren qualifizieren - und Journalisten einen Akkreditierungsantrag beim Deutschen Olympischen Sportbund einreichen. Doch damit ist es diesmal eben nicht getan ...

Den langen Weg nach Peking, der vor allem ein bürokratischer Marathon war, und die ersten Eindrücke vor Ort schildert der SZ-Reporter in dieser Podcast-Folge.

Zudem kommt Francesco Friedrich zu Wort, der Bobdominator aus Pirna - und nun auch Fahnenträger. Bei der Eröffnungsfeier am Freitag führt er zusammen mit Eisschnellläuferin Claudia Pechstein die deutsche Mannschaft ins Olympiastadion. Das heißt auch für ihn: Noch einen Corona-Test extra, so sind die Regeln.

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