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Sachsens größte Olympia-Hoffnungen

Die Qualifikation für die Spiele war schon ein großer Erfolg. Doch die Chancen auf Medaillen sind zum Teil gar nicht schlecht.

Sie sind Sachsens Olympia-Medaillen-Hoffnungen: Speerwerfer Johannes Vetter, Slalomkanutin Andrea Herzog, Rennkanute Tom Liebscher und Wasserspringerin Tina Punzel (v.o.l.i.UZS.).
Sie sind Sachsens Olympia-Medaillen-Hoffnungen: Speerwerfer Johannes Vetter, Slalomkanutin Andrea Herzog, Rennkanute Tom Liebscher und Wasserspringerin Tina Punzel (v.o.l.i.UZS.). © dpa, Thonas Lohnes, Matthias Rietschel, Kairospres

Dresden. Wer vorm Fernseher, Tablet oder am Radio mitfiebern will, muss früh aufstehen. Tina Punzel etwa taucht am Sonntag zum ersten Mal ins Wasser – in Tokio ist es dann 15 Uhr, in Deutschland aber erst 8 Uhr morgens.

Beim Synchron-Wettbewerb vom Dreimeter-Brett hat die Wasserspringerin aus Dresden an der Seite von Lena Hentschel, die in Dresden zur Schule geht und trainiert, aber für den Berliner TSC startet, die größte, vielleicht auch einzige, Chance auf eine Medaille. Vor wenigen Wochen hatte das Duo bei der EM Gold gewonnen, in Tokio ist die Konkurrenz jedoch deutlich stärker. „Trotzdem: Olympia hat eigene Gesetze, die anderen müssen erst mal fehlerfrei durchkommen. Da ist einiges möglich“, glaubt Punzel.

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Während sie in drei Wettbewerben antritt, kann sich Trainingspartner Martin Wolfram auf den Einzelwettbewerb konzentrieren. Da geht er als Weltcup-Sieger und EM-Dritter an den Start – das klingt nach Mitfavorit, eine Medaille ist aber wohl nicht realistisch. „Wenn ich zum dritten Mal in Folge ins olympische Finale einziehen würde, wäre das ein großer Erfolg“, findet der Dresdner.

Ein Finalplatz wäre für Johannes Vetter eine herbe Enttäuschung. Kein anderer Sportler dominiert seine Disziplin so wie der gebürtige Dresdner. 19 Mal in Folge blieb der Speerwerfer ungeschlagen. „Das Ziel ist Gold, ganz klar“, erklärt der 28-Jährige. „Ich kenne mein Potenzial, und das möchte ich am 7. August natürlich auf den Platz bringen.“

Als Favoritin gilt auch Slalomkanutin Andrea Herzog aus Meißen. Die Weltmeisterin will nächste Woche Donnerstag im Canadier auftrumpfen. Im Vierer-Kajak sitzt der Dresdner Rennkanute Tom Liebscher, und auch er zählt zu den großen Medaillenhoffnungen im deutschen Team. Wobei: Eine Medaille ist das Mindeste, was er aus Tokio mitbringen will, doch eigentlich soll es wie 2016 bei den Spielen in Rio die Goldene sein.

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Sogar als zweimaliger Olympiasieger geht Ruderer Karl Schulze an den Start. Mit dem Doppelvierer gewann der Dresdner bereits 2012 sowie 2016, diesmal wäre nach einer schwierigen Saison schon eine Medaille wie ein Sieg. Insgesamt stehen 30 Sachsen im deutschen Aufgebot, wenn man alle Ausgereisten und Zugezogenen zusammenfasst. (SZ/dk, SZ/-yer)

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