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Radebeul will ins Landespokal-Achtelfinale

Der RBC spielt in Wilsdruff. Sportchef Eberhard Weiche und Vorstand Felix Gärtner ziehen vorab ein erstes Fazit.

Vorstandsmitglied Felix Gärtner ist zugleich Coach der B-Jugend, die im Hintergrund trainiert.
Vorstandsmitglied Felix Gärtner ist zugleich Coach der B-Jugend, die im Hintergrund trainiert. © privat

Radebeul. Insgesamt 105 Mannschaften hatten für den Fußball-Landespokal gemeldet. Ab Freitag wird die dritte Runde ausgespielt, zudem wird die Zweitrundenpartie zwischen den FC Grimma und dem elffachen Cupsieger Chemnitzer FC nachgeholt. Der Sieger reist am 13. November zum SV Liebertwolkwitz. Titelverteidiger ist der 1. FC Lok Leipzig.

Der Radebeuler BC gastiert am Samstag ab 14 Uhr beim Liga-Kontrahenten Motor Wilsdruff. Das Punktspiel gewann der RBC im Parkstadion mit 3:1. Sportchef Eberhard Weiche und Vorstandsmitglied Felix Gärtner wissen, dass das Pokalspiel trotzdem kein Selbstläufer wird.

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Herr Weiche, Herr Gärtner, wird der RBC bei der Achtelfinal-Auslosung am Dienstag in der Lostrommel sein?

Weiche: Ja, wir gehen davon aus, dass wir die nächste Runde erreichen, müssen aber vorsichtig sein. Der Gegner ist in der Liga abgeschlagen und will sich beweisen.

Gärtner: Für den Verein wäre es schon wichtig, die nächste Runde zu erreichen, um die Chance auf ein gutes Los und ein Spiel mit vielen Zuschauern im Weinbergstadion zu wahren. Wir sind bereit, wieder ein Fest wie zur Landesliga-Saisoneröffnung auf die Beine zu stellen.

Wie schätzen Sie das bisherige Abschneiden der RBC-Männer ein?

Weiche: Wir sind diesbezüglich nicht zufrieden, hatten uns mehr Punkte ausgerechnet. Aufgrund einer nicht optimalen Saisonvorbereitung, dem langwierigen Ausfall von Tommy Klotke aufgrund von Quarantäne und Verletzung sowie der Verletzung von Oliver Merkel sind wir mit dem kleinen Kader etwas in die Bredouille gekommen. Die 0:1-Niederlage in Niesky liegt uns allen noch schwer im Magen. Die Zielstellung aber bleibt, nach der Hinrunde wollen wir unter den ersten Zehn stehen.

Wie konnten die Neuzugänge integriert werden?

Weiche: Gut. Torwart Toni Bunzel ist ein bekannter Radebeuler Spieler, der überhaupt kein Problem hatte, wieder Anschluss zu finden. Die Stimmung im Team ist gut und wir sind für die kommenden Aufgaben mit unseren Neuzugängen positiv gestimmt.

Gärtner: Vor einer Woche hat die Mannschaft gegen Großenhain viel Moral bewiesen, einen 0:2-Rückstand noch egalisiert. Hier müssen wir unserem Trainerteam ein großes Kompliment aussprechen, das auf und neben dem Platz vorbildlich arbeitet und weiterhin alles daransetzt, um das Mannschaftsgefüge zu stärken.

Der RBC hat viele Spieler im Kader, die höherklassig gespielt haben. Warum ist das nicht gleichbedeutend mit einem Höhenflug in der Sachsenliga?

Weiche: Die Namen bürgen sicher für Qualität, bringen am Ende aber keine Punkte, wenn die Leistung nicht auf den Platz gebracht wird. Punktspiele in der Landesliga sind andere als beispielsweise in der Regionalliga. In der 6. Liga ist zum Beispiel die Zweikampfhärte intensiver und daran müssen sich auch gestandene Spieler erst einmal gewöhnen.

Die Frauen spielen in der Landesliga. Wie lautet die Zielstellung?

Gärtner: Klassenerhalt. Der 5:4-Erfolg zum Auftakt gegen Post Dresden zeigt, dass die Vorgabe realistisch ist. Trainer Dirk Schacht bastelt in der Frauen- und Mädchenabteilung an zwei schlagkräftigen Nachwuchsteams, um mittelfristig wieder Spielerinnen für die Frauen-Landesliga zu gewinnen.

Wie viele Mannschaften sind derzeit für den RBC im Wettbewerb?

Gärtner: Wir sind mit 15 Mannschaften im Spielbetrieb sehr gut dabei. Die Teams von der A- bis zur D-Jugend spielen in der Landesklasse, die E1 und F1 im Pool 1 der Stadt Dresden. Die Fußballschule, in der unsere Kleinsten im Alter von drei bis sechs Jahren ausgebildet werden, nimmt noch nicht am Spielbetrieb teil.

Sind Sie zufrieden mit der Entwicklung?

Weiche: Mit unseren Bedingungen, die wir im Weinbergstadion haben, sind wir im Nachwuchsbereich gut aufgestellt. Eine Steigerung ist aufgrund der Platzbedingungen kaum möglich, denn teilweise trainieren hier bis zu sechs Kleinfeldteams zeitgleich. Aber es ist wichtig, Übungsleiter für den Nachwuchs zu gewinnen.

Gärtner: Wir haben Jahrgänge, die durch ihre spielerisch hohe Qualität versuchen sollten, durch gutes und gepflegtes Fußballspiel in den Landesklassen oben in der Tabelle anzugreifen.

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Gab es aufgrund der Corona-Pandemie einen Mitglieder-Rückgang?

Gärtner: Ja, wir hatten einen spürbaren Rückgang zu verzeichnen, dieser hat sich aber bereits wieder ausgeglichen, weil wir viele Spielerinnen und Spieler im Kleinfeldbereich für uns begeistern konnten.

Das Gespräch führte Jürgen Schwarz.

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