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Sport

LSB wegen Mitgliederrückgang besorgt

Wegen der Corona-Pandemie verloren die sächsischen Sportverein 2020 etwa 20.000 Mitglieder. Vor allem in einer Altersgruppe sind die Austritte beträchtlich.

Hat gerade nichts zu Lachen: Christian Dahms, der Generalsekretärs des Landessportbundes Sachsen.
Hat gerade nichts zu Lachen: Christian Dahms, der Generalsekretärs des Landessportbundes Sachsen. © Landessportbund Sachsen

Leipzig. Die Corona-Pandemie hat im Jahr 2020 zu einem erheblichen Mitgliederverlust in den sächsischen Sportvereinen geführt. Wie der Landessportbund Sachsen (LSB) am Donnerstag berichtete, gab es rund 20.000 Austritte, was knapp drei Prozent entspricht. Das ergab eine noch nicht detailliert ausgewertete Befragung in den knapp 4.500 Vereinen des Freistaates.

Mit rund 12.000 Abmeldungen betraf der Großteil der Austritte den Altersbereich bis 14 Jahren. "Die Zahlen zeigen bereits jetzt das verheerende Bild, dass sich vor allem Kinder und Jugendliche vom Sport abwenden. Es kann nicht sein, dass unseren Vereinen ausgerechnet diese vulnerable Gruppe, die in ihrer Entwicklung so stark von regelmäßiger Bewegung und dem sozialen Zusammenhalt im Sport profitiert, durch Corona verloren geht!", sagte LSB-Generalsekretär Christian Dahms.

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Lockerungen für Kinder- und Jugendsport gefordert

LSB-Präsident Ulrich Franzen dankte den Mitgliedern für ihre Treue zu ihren Vereinen. "Nun liegt es an der Politik, diese Solidarität bei aktuell sinkenden Corona-Infektionszahlen auch mit praxistauglichen Öffnungsperspektiven zu belohnen", sagte Franzen.

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Dahms betonte: "Der LSB unterstützt die Politik bei der Erstellung eines an das Pandemiegeschehen angepassten Stufenplans, denn die aktuellen Zahlen zeigen deutlich: Bei den kommenden Lockerungen der Corona-Regeln muss vor allem der Kinder- und Jugendsport so schnell wie möglich wieder geöffnet werden!" (dpa)

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