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Welche Sport-Höhepunkte können 2021 stattfinden?

Olympia und Fußball-EM wurden wegen Corona in dieses Jahr verschoben. Andere Events hoffen auf ein Comeback. Doch es gibt neue Sorgen, ein Termin-Chaos droht.

Olympia 2020 soll nun dieses Jahr in Tokio stattfinden. Doch die Bedenken sind groß. Das Internationale Olympische Komitee setzt auf die Impfung, die das Großereignis möglich machen soll.
Olympia 2020 soll nun dieses Jahr in Tokio stattfinden. Doch die Bedenken sind groß. Das Internationale Olympische Komitee setzt auf die Impfung, die das Großereignis möglich machen soll. © Eugene Hoshiko/AP/dpa

Frankfurt/Main. Die Terminkalender sind so voll wie nie. Die Verbände und Veranstalter wollen mit aller Macht nachholen, was ihnen im Seuchenjahr 2020 entgangen ist. So sollen im Sommer 2021 in direkter Abfolge nacheinander die Fußball-EM, das Tennisturnier von Wimbledon, die Tour de France und die Olympischen Spiele in Tokio stattfinden. Die Frage, die über allem schwebt: Ist die Austragung diesmal möglich?

Die Pandemie hat die Sportkalender zumindest kräftig und langfristig durchgerüttelt. Nach den Verlegungen von Olympia und Fußball-EM mussten zahlreiche weitere Sportevents geschoben werden, um im Sommer 2021 keine Dopplungen zu haben. So erwarten Aktive und Fans nun zwei aufeinanderfolgende Supersportjahre mit jeweils Olympia und einem Fußball-Großereignis.

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Während sich 2021 vieles im Sommer ballt, finden im Jahr darauf die großen Highlights mit den Winterspielen von Peking (Februar 2022) und der Fußball-WM in Katar (November und Dezember 2022) jeweils im Winter statt.

Der erbitterte Kampf gegen die Zeit hat indes längst begonnen. Die Corona-Neuinfektionen sind in die Höhe geschnellt, viele Rückkehrkonzepte für Zuschauer in Stadien liegen nach dem Verbot der Politik wieder in den Schubladen.

Fußball-EM mit vier Zuschauer-Szenarien

Uefa-Präsident Aleksander Ceferin will am Plan der Fußball-EM mit zwölf über Europa verteilten Arenen aber festhalten. Gerüchte, das Turnier könne wie die WM 2018 allein in Russland stattfinden, dementierte der Dachverband schnell. Stattdessen gibt es vier Zuschauer-Szenarien, die von voller Auslastung bis zu Geisterspielen reichen.

Dass ab 11. Juni prinzipiell gespielt werden kann, gilt angesichts der vergangenen Monate als verhältnismäßig sicher. Am 5. März soll eine definitive Regelung getroffen werden, wie viele Zuschauer in die einzelnen EM-Stadien dürfen. Die deutsche Mannschaft trifft in der Vorrunde auf Frankreich, Portugal und Ungarn. Die drei Gruppenspiele sind in München angesetzt.

Eine noch schwierigere Aufgabe erwartet Thomas Bach und sein IOC. Bei den Olympischen Spielen treten nicht nur 24 Fußball-Teams, sondern rund 11.000 Sportler aus aller Welt an. Die große Hoffnung des IOC ist der Impfstoff gegen das Coronavirus.

Das IOC werde „große Anstrengungen“ unternehmen, damit möglichst viele Teilnehmer und Fans vor der Reise nach Japan im nächsten Jahr gegen das Coronavirus geimpft sein werden, beteuerte Bach. „Wir machen das aus Respekt vor dem japanischen Volk. Sie sollen sicher sein, dass alles getan wird, um sichere Spiele in Tokio ausrichten zu können“, sagte der IOC-Chef.

IOC-Präsident schließt Impfpflicht aus

Eine Impfpflicht schloss Bach aber aus. Ob und wie viele Fans beim größten Sportfest der Welt dabei sein können, ist derzeit noch völlig ungewiss.

Neben Olympia und EM stehen auch 23 Formel-1-Rennen, die Rückkehr des Wimbledon-Turniers nach einjähriger Corona-Pause sowie die Tour de France mit Start in der Bretagne auf dem Programm. Deutschland wird zudem schon im Winter zwei große Weltmeisterschaften ausrichten: die Bob- und Skeleton-WM vom 1. bis 14. Februar in Altenberg und danach vom 23. Februar bis 7. März die Nordische Ski-WM in Oberstdorf.

Die Organisatoren im Allgäu planen derzeit noch mit 2.500 Zuschauern, müssen aber Geisterwettkämpfe fürchten. Immerhin: Die Sorge, dass kurzfristig noch komplett abgesagt wird, sei „gering“, sagte Verbandspräsident Franz Steinle. (dpa)

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