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Sport

Anwalt prüft Vorwürfe gegen Turn-Trainerin

Der Verband beauftragt eine Kanzlei. Sie untersucht die Sachverhalte mit einem Psychologen, und der Präsident hat sogar von einem Konflikt in Chemnitz gewusst.

Pauline Schäfer gehört zu den sechs Turnerinnen, die eine Chemnitzer Trainerin beschuldigen, Psychoterror ausgeübt zu haben.
Pauline Schäfer gehört zu den sechs Turnerinnen, die eine Chemnitzer Trainerin beschuldigen, Psychoterror ausgeübt zu haben. © dpa/Thomas Kienzle

Chemnitz. Der Deutsche Turner-Bund (DTB) lässt die erhobenen Vorwürfe gegen Trainerin Gabriele Frehse am Bundesstützpunkt in Chemnitz von einer Anwaltskanzlei untersuchen. „Uns ist wichtig, dass die Sachverhalte unabhängig untersucht werden“, betonte DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam und ergänzte: „Dazu haben wir bereits eine Anwaltskanzlei beauftragt.“ Diese nehme mit einem Psychologen „kurzfristig die Arbeit auf“.

Man stelle „gerade ein Team zusammen, an das Athletinnen sich mit Sachverhalten wenden können, die in Beziehung zum Bundesstützpunkt Chemnitz stehen“, erklärte Willam und fügte an, dass der DTB die Trainerin „bis zur Klärung der Vorwürfe nicht zu zentralen Lehrgangs- und Wettkampfmaßnahmen einlade“. Angestellt ist sie beim Olympiastützpunkt in Chemnitz. Daher müssten dieser oder der Landessportbund Sachsen über mögliche arbeitsrechtliche Maßnahmen entscheiden. (sid)

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Im Nachrichtenmagazin Der Spiegel hatten die ehemalige Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer sowie fünf weitere Athletinnen die Trainerin aus Chemnitz beschuldigt, Psychoterror ausgeübt zu haben. Auch seien verschreibungspflichtige Medikamente ohne ärztliche Absprache verabreicht worden.

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DTB-Präsident Alfons Hölzl berichtete, dass er von einem Konflikt zwischen zwei Turnerinnen und einer Trainerin in Chemnitz gewusst habe. Doch dieser sei laut seiner Darstellung "gelöst" worden. Die Vorwürfe in dem nun berichteten Ausmaß seien ihm und seinen Mitarbeitern nicht bekannt gewesen: "Mag sein, dass wir zu wenig sensibel waren dafür", fügte er hinzu, "dass man das vielleicht auch merken hätte können." (sid)

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