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Alpine holen WM-Bronze im Team-Event

Neben zwei Weltcup-Routiniers verhelfen zwei Debütantinnen dem Deutschen Skiverband zur vierten Medaille in Cortina d'Ampezzo.

Emma Aicher, Lena Dürr, Andrea Filser, Stefan Luitz, Alexander Schmid und Linus Straßer bejubeln Bronze.
Emma Aicher, Lena Dürr, Andrea Filser, Stefan Luitz, Alexander Schmid und Linus Straßer bejubeln Bronze. © dpa/Michael Kappeler

Von Christoph Lother und Manuel Schwarz

Cortina d'Ampezzo. Nach dem Happy End im Hundertstelkrimi nahmen die deutschen Ski-Haudegen Stefan Luitz und Alexander Schmid ihre Teamkolleginnen in den Arm und freuten sich euphorisch über diese Bronzemedaille. Weder Andrea Filser noch die erst 17-jährige Emma Aicher hatten vor wenigen Wochen mit einem Start bei der Weltmeisterschaft gerechnet. Dass sie in Cortina d'Ampezzo nun zusammen mit den beiden Riesenslalom-Routiniers einen dritten Platz im Team-Event herausfuhren, konnten sie entsprechend kaum glauben. "Wahnsinn", stammelte Filser. "Das kommt mir vor wie ein Traum."

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So real wie der undankbare vierte Platz für Schmid im Parallel-Einzel am Dienstag war keine 24 Stunden später dann aber auch der Erfolg mit der Mannschaft hinter Überraschungsweltmeister Norwegen und Schweden.

Und an Spannung war das Event im Sonnenschein der Dolomiten kaum zu überbieten. Im Duell um Bronze mit Titelverteidiger und Olympiasieger Schweiz stand es 2:2 nach den vier Läufen. In der dann notwendigen Addition der Zeiten gaben 0,12 Sekunden den Ausschlag für die Riege des Deutschen Skiverbands (DSV). "Saucool", sagte der wieder einmal überglückliche deutsche Alpinchef Wolfgang Maier und flachste: "Das kostet mich immer Jahre, wenn ich da zuschaue."

Er verkraftet das. Für Schmid bedeutete der Mannschaftserfolg nach Platz vier am Vortag eine große Genugtuung. Dabei hatte der Allgäuer als letzter Fahrer auf dem abermals deutlich langsameren blauen Kurs sein direktes Duell verloren und im ersten Moment mit einer weiteren Enttäuschung gerechnet. Dann aber kamen seine Teamkollegen im Zielbereich jubelnd auf ihn zu gerannt. Der Erfolg war perfekt. "Da hängt das ganze Team mit dran. Da will man natürlich keinen Bock schießen", sagte Schmid.

Stefan Luitz hält sich artistisch auf seinen Ski und im Rennen.
Stefan Luitz hält sich artistisch auf seinen Ski und im Rennen. © dpa/Michael Kappeler

Nach dreimal Silber durch Romed Baumann im Super-G sowie Kira Weidle und Andreas Sander in der Abfahrt steht der DSV in Cortina d'Ampezzo bereits jetzt bei vier Medaillen. Letztmals hatte es bei der WM 2013 in Schladming so eine Ausbeute gegeben. Vor acht Jahren in Österreich war Deutschland übrigens letztmals Dritter im Team geworden. Falls in den finalen vier Rennen noch ein Podest rausspringt, dann wäre dies die medaillenreichste WM seit den fünf Plaketten 1978 in Garmisch-Partenkirchen.

Beinahe hätten die Deutschen im Team-Event sogar um Gold fahren dürfen. Nach den beiden 3:1-Erfolgen in den ersten zwei Runden gegen Großbritannien und Italien sprang gegen die Schweden im Halbfinale ein 2:2 heraus. Die Einzelzeiten aber bedeuteten das schlechtere Ende für den DSV.

Schmid und Luitz holten sich Selbstvertrauen für den Riesenslalom am Freitag. Die beiden Frauen im Team wussten indes nicht, wie ihnen geschah. Aicher, die Tochter eines Deutschen und einer Schwedin, hatte in ihrer Karriere noch keinen Weltcup bestritten, als sie den Anruf mit der überraschenden Nominierung für die WM bekam. "Zuerst habe ich es nicht geglaubt", erzählte die Schülerin, die ihre WM-Teamkollegen davor nicht persönlich kannte.

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"Wir sind alle gut skigefahren", lobte Luitz. "Der Alex und die Mädels haben echt einen guten Job gemacht". Lob gab es auch für die zwei Ersatzfahrer Lena Dürr und Linus Straßer, die sich ebenfalls eine bronzene Plakette umhängen durften. "Das ist extrem cool", sagte Frauen-Bundestrainer Jürgen Graller. "Die haben eine Mords-Gaudi. Hier eine Medaille zu machen, das ist für uns schon echt cool." (dpa)

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