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Biathlon-Staffeln auf dem Weltcup-Podest

Nach den Frauen landen auch die Männer in Kontiolahti auf dem dritten Platz. Dagegen gibt es in den Einzelrennen noch sehr viel Luft nach oben.

Erik Lesser, Roman Rees, Arnd Peiffer und Benedikt Doll (von links nach rechts) bejubeln Platz drei.
Erik Lesser, Roman Rees, Arnd Peiffer und Benedikt Doll (von links nach rechts) bejubeln Platz drei. © dpa/Antti Aimo-Koivisto

Von Thomas Wolfer

Kontiolahti. Benedikt Doll schüttelte etwas enttäuscht den Kopf. Der dritte Platz mit der deutschen Biathlon-Staffel war ihm beim Weltcup in Kontiolahti am Sonntag kurz nach dem Zieleinlauf ein bisschen zu wenig. "Die Schweden ärgern uns gerade ziemlich. Die hätte ich schon gern hinter uns gesehen", sagte der Ex-Weltmeister. Zwar verlor er Rang zwei noch an die Skandinavier. Der Auftakt in den Winter gelang den Skijägern aber trotzdem. Einen Tag vor den Männern war auch die Frauenstaffel als Dritte auf das Podest gelaufen. Nach zwei Weltcup-Wochen bedeuten fünf Podestplätze in zehn Rennen in Finnland den besten Start seit 2017.

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"Wir haben uns richtig gefreut über den dritten Platz bei den Jungs. Auf dem Podium dabei zu sein, ist immer unser Ziel. Das haben wir in den vergangenen Jahren am Anfang nicht immer geschafft", sagte Bundestrainer Mark Kirchner. 2019 reichte es bei den ersten beiden Stationen beispielsweise nur zu einem Top-3-Resultat, doch in der vorolympischen Saison gibt es diese Anlaufschwierigkeiten nicht.

Und so konnte auch Doll schnell wieder lächeln, als ihm seine Teamkollegen anerkennend auf die Schulter klopften. Mit Erik Lesser, Roman Rees und Arnd Peiffer musste er sich nach neun Nachladern nur Norwegen und Schweden geschlagen geben.

"Der Podestplatz ist immer sehr umkämpft. Deswegen können wir uns über diesen dritten Platz freuen", sagte Peiffer. Am Ende fehlten den deutschen Skijägern, die in dieser Besetzung 2019 schon WM-Silber gewonnen hatten, 51,7 Sekunden zum ersten Weltcupsieg seit fast vier Jahren. Zuletzt war das dem Team im Januar 2017 gelungen, scheint aber in den nächsten Monaten wieder möglich zu sein. "Es ist durchweg eine positive Tendenz. Die Zugehörigkeit zur internationalen Spitze ist da", lobte Kirchner. "Das lässt uns positiv weiterarbeiten."

Denn auch bei den Frauen lief es im Team. Schlussläuferin Denise Herrmann hatte sich mit Vanessa Hinz, Franziska Preuß und Maren Hammerschmidt bei schwierigen Windverhältnissen zwölf Nachlader geleistet und wurde nur von Schweden und Frankreich bezwungen. "Wir möchten das bestätigen, was wir angefangen haben", sagte Kirchner mit Blick auf die nächsten Wochen. "Oft hatten wir im Dezember zu kämpfen. Das ist uns dieses Jahr besser gelungen."

Schon am Montag geht es im Charterflugzeug aus dem Osten Finnlands von Joensuu nach Salzburg. Im nahen Hochfilzen steht ab Freitag das nächste Kräftemessen auf dem Programm. Auch in Österreich gibt es aufgrund der Corona-Krise zwei Wettkampfwochen direkt hintereinander. Zuschauer sind auch dort nicht zugelassen.

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Steigerungspotenzial gibt es noch in den Einzelrennen. Zwar schafften es Doll als Fünfter und Preuß als Siebente in der Verfolgung am Wochenende sicher unter die Top Ten. In den Kampf ganz vorn konnten sie aber nicht eingreifen. Dort bestimmen die Skandinavier das Niveau. Sebastian Samuelsson aus Schweden und Tiril Eckhoff aus Norwegen holten die Siege. Am Samstag war Peiffer von Rang zwei noch auf Platz 18 zurückgefallen. Am Sonntag erwischte es Herrmann. Sie war als Fünfte aussichtsreich ins Jagdrennen gestartet und fand sich nach zehn Kilometern und vier Strafrunden am Ende auf Platz elf wieder. (dpa)

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