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Strelow läuft bei der Biathlon-DM wie erwartet hinterher

Sachsens bester Skijäger spürt bei den Titelkämpfen die Nachwirkungen eines Lehrgangs. Der Sohn von Ricco Groß holt überraschend einen Titel.

Justus Strelow war mit seinen Ergebnissen nicht zufrieden. Doch für die gab es eine Erklärung.
Justus Strelow war mit seinen Ergebnissen nicht zufrieden. Doch für die gab es eine Erklärung. © Matthias Rietschel

Mit einem versöhnlichen Verfolgungsrennen endete für Justus Strelow die deutsche Meisterschaft in Bayerisch Eisenstein. Als 19. nach dem Sprint gestartet, leistete sich Sachsens bester Biathlet nur beim letzten der vier Schießeinlagen einen Fehler und lief auf Skirollern auf den elften Platz vor.

Die Ergebnisse kommen nicht überraschend. Auf die Frage, ob er beim Saisoneinstieg der Biathleten fit sei, musste Justus Strelow im Vorfeld der DM etwas überlegen. „Fit im Sinne von gesund – ja“, sagte er schließlich. Fit im Sinne von schnell jedoch war er nicht. Lediglich als 23. war er zum Auftakt am Freitag im verkürzten Einzelrennen über 15 Kilometer ins Ziel gekommen. Die vier Strafrunden waren dafür eine Erklärung, aber nicht die einzige. Bis Ende August absolvierte Strelow mit dem Weltcup-Kader einen zweiwöchigen Lehrgang – erst in der Nähe von Grenoble, dann in der Nähe von Genf. „Es waren die beiden härtesten Trainingswochen, die ich bisher erlebt habe“, erklärte er rückblickend. „Ich musste da an meine Grenzen gehen, habe die Belastung gerade so noch verkraftet.“ Die wenigen Tage bis zur DM nutzte der 24-Jährige für die Regeneration. Doch das reichte offensichtlich nicht.

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In den vergangenen Jahren hätte solch ein schlechtes Abschneiden auf Skirollern noch Konsequenzen gehabt, das ist nun anders. Nach seinen beiden ersten Weltcup-Einsätzen am Ende des vergangenen Winters hat Strelow seinen Startplatz im zweitklassigen IBU-Cup bereits sicher, musste sich dafür nicht bei der DM empfehlen. Ob es sogar für einen Einsatz beim Weltcup-Auftakt Ende November in Kontiolahti reicht, entscheidet sich erst kurz vorher bei internen Ausscheidungsrennen beim Lehrgang im finnischen Muonio.

Das Sprintrennen der DM gewann am Samstag überraschend Marco Groß, der 25-jährige Sohn von Olympiasieger Ricco Groß, der bis zu seinem Umzug nach Ruhpolding 1991 lange in Altenberg trainiert hatte.

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