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Biathletin Herrmann ärgert WM-Platz vier

Denise Herrmann schießt gut und läuft schnell, nur für die Medaille reicht es nicht. Wenige Sekunden fehlen im Sprint, bei dem eine Norwegerin ihr zweites Gold holt.

Auf Schießstand eins absolvierte Denise Herrmann den Liegendanschlag, am Ende wurde sie Vierte im WM-Sprint.
Auf Schießstand eins absolvierte Denise Herrmann den Liegendanschlag, am Ende wurde sie Vierte im WM-Sprint. © dpa

Pokljuka. Natürlich ärgerte sich Denise Herrmann. "Es ist ein bisschen bitter, wenn man so knapp hinter Bronze ist", sagte die Biathletin nach ihrem vierten Platz im WM-Sprint von Pokljuka: "Man steht nicht gerne neben dem Podium." 7,9 Sekunden fehlten der Oberwiesenthalerin nach einer Strafrunde am Samstag zur erste deutschen WM-Medaille in Slowenien.

Die 32-Jährige lag im Ziel nach 7,5 Kilometern 22,3 Sekunden hinter der fehlerfreien Weltmeisterin Tiril Eckhoff aus Norwegen. Silber sicherte sich die Französin Anais Chevalier-Bouchet (1) vor der Überraschungsdritten Hanna Sola (0) aus Weißrussland.

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"Es ist mein bestes Sprint- und Schießergebnis in dieser Saison. Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit dem Rennen", sagte Herrmann, um dann sofort zu ergänzen: "Vierter beim Großereignis wird man ungern." Fehlerfrei hätte es sogar zu ihrem zweiten WM-Titel reichen können. Die Ex-Langläuferin war auf der 1.350 Meter hohen Hochebene in der Loipe die Viertschnellste und zeigte einen starken Auftritt.

Gute Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen

Damit verschaffte sie sich eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung am Sonntag - 2019 hatte sie in dieser Disziplin WM-Gold geholt und im Vorjahr Silber gewonnen. "Ich bin nah dran und versuche, meine Chance zu nutzen", sagte Herrmann. Langsam wird es auch Zeit für deutsches Edelmetall, nachdem die Herren am Freitag ein historischen WM-Debakel erlebt hatten und zum Auftakt auch die Mixed-Staffel nur Siebter geworden war.

Zweitbeste Deutsche war Franziska Preuß, die ebenfalls einmal in die Strafrunde musste und am Ende den achten Platz belegte. Die 26-Jährige war vor dem Start in dieser Saison noch die beste DSV-Skijägerin im Sprint. Vanessa Hinz (1) wurde Zwölfte, Janina Hettich (2) musste sich mit Rang 31 zufriedengeben. (dpa)

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Endstand: 1. Eckhoff (Norwegen) 21:18,7 Min./0 Schießf.; 2. Chevalier-Bouchet (Frankreich) +12,0 Sek./1; 3. Sola (Weißrussland) +14,4/0; 4. Herrmann (Oberwiesenthal) +22,3/1; 5. Vittozzi (Italien) +37,7/0; 6. Röiseland (Norwegen) +43,5/2; 8. Preuß (Haag) +50,4/1; 12. Hinz (Schliersee) +1:08,5 Min./1; 31. Hettich (Schönwald im Schwarzwald) +1:52,2/2.

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