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Sport

Bobpilot Friedrich gewinnt immer weiter

Viertes Rennen, vierter Erfolg: Der Pirnaer lässt nicht zu stoppen. Dieses Mal macht er es zwar nicht mehr so spannend, sich aber dennoch große Sorgen.

Und sie siegen immer weiter: Der Pirnaer Francesco Friedrich gewinnt mit Anschieber Thorsten Margis gewinnen auch das dritte Weltcup-Rennen der Saison.
Und sie siegen immer weiter: Der Pirnaer Francesco Friedrich gewinnt mit Anschieber Thorsten Margis gewinnen auch das dritte Weltcup-Rennen der Saison. © Archiv: dpa

Von Frank Kastner

Sigulda. Mit allen Bestmarken und Weltcupsiegen in der Tasche ist Francesco Friedrich aus dem lettischen Sigulda abgereist. Nach dem Startbestzeit vor einer Woche verbesserte er den Bahnrekord gleich dreimal. Einen Tag nach dem Dreifach-Erfolg der Frauen um die siegreiche Laura Nolte gewann der Zweierbob-Rekordweltmeister vom BSC Sachsen Oberbärenburg auch das vierte Rennen in Serie. In 49,19 Sekunden pulverisierte er am Sonntag mit Anschieber Alexander Schüller seinen am Samstag mit Thorsten Margis aufgestellten Bahnrekord. Im Finale fuhr der Pirnaer am Sonntag noch einmal diese Zeit.

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"Die Letten haben die Bahn von Tag zu Tag schneller gemacht, und wir kamen mit jedem Rennen besser zurecht", sagte er.

Dennoch sorgt der Perfektionist sich. Bei Olympia 2022 in Peking will er sein olympisches Double wiederholen. Doch nach der Absage des Weltcup-Finales im März 2021 auf der neuen Bahn wird es knifflig. Der Ausnahmepilot muss jetzt alles auf den neuen Hightech-Simulator setzen, den der Technologiepartner des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) plant. Angelehnt an die Technologie für BMW-Rennfahrer soll nun ein Bob-Chassis mit Lenkseilen gebaut werden. "Wenn wir so etwas für den Bobsport umsetzen, könnte man neue Bahnen viel schneller lernen und detailgetreu das Lenkverhalten verbessern", sagte Friedrich mit Blick auf das Yanqing Sliding Center unweit der Chinesischen Mauer.

Der Druck auf die Ingenieure steigt

Mit der Verschiebung der internationalen Trainingswoche könnte er erst Anfang Oktober 2021 erstmals auf der Pekinger Bahn fahren. Daher wächst der Druck auf die Ingenieure. "Zunächst scannen wir die Bobbahn am Königsee und erstellen davon ein 3D-Modell, das genau wie in der Realität auch gefahren werden kann. Für die Lenk-, Fahr- und Bewegungssimulation nutzen wir unser Rennsport-Modell und passen es an den Bob an", sagte der ehemalige Rennrodler Julian von Schleinitz, der derzeit Doktorand bei BMW Motorsport ist.

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"Es ist schon Wahnsinn, wie nahe das der Realität kommt", sagte Friedrich und hofft auf erste Fahrten am Bildschirm in diesem Sommer. Der WM-Zweite Johannes Lochner sagte: "Wir haben in Peking vielleicht nur 30 oder 40 Fahrten und mit dem BMW-Simulator die Möglichkeit, die Bahn den Sommer fahren zu können und uns Kurvenlängen, Lenkpunkte und das Gefühl für Ein- und Ausfahrten anzueignen." (dpa)

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