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Kein Weltcup-Ticket für WM-Zweiten Jungk

Auf seiner Heimbahn in Altenberg verpasste Axel Jungk den Titel ganz knapp - und jetzt die Nominierung fürs Weltcup-Team. Der Bundestrainer macht ihm Mut.

Bei der WM 2020 in Altenberg belegte Axel Jungk den zweiten Platz. Ob er auch 2021 am Start sein wird, erscheint jetzt fraglich. Fürs Weltcup-Team konnte sich der 29-Jährige nicht qualifizieren.
Bei der WM 2020 in Altenberg belegte Axel Jungk den zweiten Platz. Ob er auch 2021 am Start sein wird, erscheint jetzt fraglich. Fürs Weltcup-Team konnte sich der 29-Jährige nicht qualifizieren. © Lutz Hentschel

Königssee/Dresden. Die Winzigkeit von 0,02 Sekunden trennte Axel Jungk im Februar vom WM-Sieg in Altenberg. Als kürzlich feststand, dass auch die WM 2021 auf seiner Heimbahn ausgetragen wird, schien es so, als könne der Dresdner sich den Traum vom großen internationalen Titel doch noch erfüllen. Kaum einer im Skeleton kennt die Bahn im Kohlgrund schließlich so gut wie er. Nun aber sieht es fast danach aus, als würde die WM ohne Jungk stattfinden.

Bei der Aufzählung des deutschen Weltcup-Teams für die nächste Woche im lettischen Sigulda beginnende Saison fehlt Jungks Name. Stattdessen nominierte Neu-Bundestrainer Christian Baude neben dem gesetzten Weltmeister Christopher Grotheer (BRC Thüringen) den am Samstag in Winterberg gekürten deutschen Meister Alexander Gassner (BSC Winterberg) sowie Felix Keisinger (WSV Königssee).

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Der WM-Zweite Jungk vom BSC Sachsen Oberbärenburg belegte bei den nationalen Titelkämpfen mit deutlichem Rückstand den vierten Platz - und hatte damit auch die letzte Chance auf den erhofften Platz im Weltcup-Team vergeben. 

Jungks Hoffnung: Kumpel wird Junioren-Weltmeister

Schon bei den internen Ausscheidungsrennen zuvor konnte der 29-Jährige nicht durchgängig überzeugen. Stattdessen muss er nun im zweitklassigen Intercontinental Cup fahren und sich dort mit starken Leistungen empfehlen. Das erste Rennen findet allerdings erst am 16. Januar 2021 in Altenberg statt, die WM an gleicher Stelle dann vom 1. bis 14. Februar.

"Ich habe Axel erklärt, dass er nicht aufgeben soll. Wie schnell es gehen kann, hat Christopher Grotheer letzte Saison gezeigt", sagte Baude. Grotheer hatte im vergangenen Herbst die Weltcups verpasst und war dann völlig überraschend bei der WM in Altenberg zum Titel gefahren. Deutschland hatte damals vier Startplätze, weil Keisinger Junioren-Weltmeister geworden war. In dieser Saison könnte er wieder bei der Junioren-Meisterschaft antreten - und seinem Kumpel Jungk mit einer Goldfahrt doch noch das Altenberg-Ticket ermöglichen.

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Ebenfalls für den Intercontinental Cup qualifiziert hat sich Jungks Klubkollegin Susanne Kreher. Das Weltcup-Team bei den Frauen bilden die gesetzte Weltmeisterin Tina Hermann aus Königssee sowie die frühere Weltmeisterin Jaqueline Lölling (RSG Hochsauerland) und die erst 20-jährige Hannah Neise (BSC Winterberg).

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