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Hirschfelde freut sich über Faustball-Europapokal

Faustballerin Kim Hamann vom FSV Hirschfelde holt mit dem sächsischen U14-Team sensationell Gold in der Schweiz.

Kim Hamann mit dem Siegerpokal.
Kim Hamann mit dem Siegerpokal. © privat

Hirschfelde. War das eine Sensation: Die weibliche Faustball-Sachsenauswahl hat beim Faustball-Jugend-Europapokal in der Schweiz den Titel gewonnen – bei der allerersten Teilnahme einer sächsischen Mannschaft überhaupt. Der ostsächsische Anteil an diesem Erfolg ist riesig. Neben Trainerin Maren Ludwig aus Görlitz gehörten Greta Olbrisch und Agnes Kretschmer von Energie Görlitz zum Team. Und eine der wichtigsten Spielerinnen bei diesem Erfolg war eine Hirschfelderin: Kim Hamann stand in allen Partien auf dem Feld – als Angriffsschlägerin, also auf der oft spielentscheidenden Position.

Dabei war die Sachsenauswahl eher ins Teilnehmerfeld „gerutscht“, weil coronabedingt ein paar Startplätze freigeblieben waren. Aber dann überstand die Sachsenauswahl trotz großer Aufregung bei den Mädchen die Vorrunde gegen Teams aus Niedersachsen, Schwaben, Oberösterreich, Zürich/Schaffhausen und Thurgau nach einer Niederlage, zwei Siegen und zwei Unentschieden als Dritte. Die Halbfinal-Qualifikation gegen ein Team aus Thurgau gewannen die Sächsinnen letztlich sicher mit 11:9 und 11:3.

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Das Halbfinale gegen Niedersachsen entwickelte sich zu einem echten Nerven-Krimi: Nach einem 11:9 und 14:15 wurde das Spiel in einem verkürzten dritten Satz nach der Best-of-Five-Punkte-Regel entschieden. Sachsen gewann mit 3:1, den entscheidenden Punkt machte Kim Hamann, die danach unter einer Jubeltraube verschwand. Im Finale gegen die Mannschaft aus Schwaben sah es nach einem klar verlorenen ersten Satz und einem Rückstand im zweiten Durchgang zunächst nach einer Niederlage aus. Doch dann trafen die sächsischen U18-Mannschaften ein und sorgten für tolle Stimmung an der Seitenlinie. Und das Spiel kippte.

Der schon verloren geglaubte zweite Satz ging mit 11:9 an Sachsen, und im dritten Satz wurde das Sachsenteam immer stärker. Ein Leinenfehler der Schwaben beim Matchball zum 11:8, und der Jubel kannte keine Grenzen. „Ich konnte gar nicht glauben, dass wir gewonnen haben. Das alles war unglaublich“, sagt Kim Hamann, die von ihrer 24-jährigen Schwester Sofie Hamann als Mannschaftsbetreuerin begleitet wurde.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Faustball liegt bei Hamanns im Blut: Opa und Vater haben in Hirschfelde gespielt, Sofie war mit dem Hirschfelder Team jahrelang in der Bundesliga. Oft am Spielfeldrand: die kleine Kim. Auf dem heimischen Grundstück wurde immer dann, wenn andere zum Feder- oder Fußball greifen, Faustball gespielt. Kims Talent war zeitig zu erkennen. Seit drei Jahren spielt sie schon in der Sachsenauswahl.

Als die starke Kubschützer Mannschaft eine Hauptangreiferin suchte, kam Kim gerade recht. Trainiert wurde aber immer in Hirschfelde. Und mit 15 Jahren dürfen Faustballerinnen bei den Frauen spielen. Schwester Sofie freut sich schon. (fth)

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