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Sportler gehen vorerst leer aus

© Marko Förster

So wollten es die Freien Wähler nicht. Trotzdem haben sie verhindert, dass die Vereine Geld für ihren Nachwuchs erhalten.

Dohna. Mehr oder weniger rechnen die Dohnaer Sportvereine schon damit. Seit 2010 erhalten sie für ihren Nachwuchs pro Person jährlich Geld. Am Anfang waren es zehn Euro, 2012 wurden daraus auf Antrag der Freien Wähler 15 Euro, 2014 schließlich 20. Bisher wurde der Beschluss im Stadtrat kaum diskutiert. Nun aber fiel den Freien Wählern ein, nach dem Haushalt zu fragen. Sie haben zwar grundsätzlich nichts gegen die Unterstützung, aber würden schon gern wissen, wie die sich auf den Haushalt auswirkt. Weil der noch nicht steht, wurde der Beschluss zur Förderung schließlich ausgesetzt. Darüber waren die Freien Wähler dann selbst erschrocken. Rudolf Werner knurrte: „Jetzt sind wir wieder die Dummen.“ Sein Fraktionschef Hans-Jörg Fischer stellte klar: „So war das nicht gedacht.“ Bürgermeister Ralf Müller (CDU) hatte zuvor noch einmal die Konsequenz deutlich gemacht.

Aber nun ist es Fakt. Die Vereine können erst mal nicht mit dem Geld rechnen. Frühestens in sechs Monaten darf der Beschluss im Stadtrat wieder auf der Tagesordnung stehen. Der Haushalt ist dann längst beschlossen. Die rund 5 000 Euro Förderung für 220 bis 250 Kinder und Jugendliche werden dann drinstehen. „Es ist ein Promille-Teil des Gesamtvolumens von rund zehn Millionen Euro“, sagt Bürgermeister Müller. Für ihn war die Entscheidung vom Mittwochabend „unterirdisch und unwürdig der Verantwortung den Kindern und den Vereinen gegenüber.“ CDU-Fraktionschef Markus Altmann tat die Entscheidung weh. So eine Summe sollte man nicht diskutieren, auch nicht ohne Haushalt. Welche Auswirkungen das fehlende Geld auf die Vereine konkret hat, ist nicht absehbar. (SZ/sab)