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Sportler hoffen auf den Schnee

Zwei Zentimeter Schnee liegen im Osterzgebirge schon. Ein bisschen kommt noch dazu. Ob das zum Skifahren reicht?

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© André März

Von Franz Herz

Zinnwald. Das Osterzgebirge zeigt sich prächtig weiß, aber weniger wegen des Schnees, sondern mehr, weil Bäume und Häuser unter einer dicken Schicht Raureif verschwinden. Die Schneedecke ist noch sehr dünn. Am Montagmittag hat Beobachter Norbert Märcz an der Wetterstation Zinnwald ganze zwei Zentimeter gemessen. Die Voraussagen kündigen auch für den Dienstag leichte Schneefälle an. Zwei bis fünf Zentimeter soll es geben. Aber ob es wenigstens zum Ende der Woche hin fürs Skifahren reicht, da legen sich die Wetterfrösche noch gar nicht fest.

Mithilfe von Kunstschnee reicht es aber auf dem Altenberger Skihang. Dort sind die Schneekanonen die letzten Tage durchgehend gelaufen. Am Dienstag um 10 Uhr öffnet der Skilift, wie Marcel Reuter vom Tourist-Info-Büro der Bergstadt mitteilt. Bis Donnerstag ist der Lift täglich von 10 bis 18 Uhr in Betrieb, am Freitag und Sonnabend von 10 bis 22 Uhr. In Holzhau gibt es noch während der Pistenvorbereitungen am Mittwoch von 14 bis 21 Uhr eine Sonderöffnungszeit des Lifts und am Freitag ab 9.30 Uhr geht der Lift regulär in Betrieb, auch dort dank Kunstschnee.

Zurzeit drückt ein Tiefdruckgebiet aus Südwesten Richtung Erzgebirge. „Das wird Niederschläge bringen“, sagt Märcz. Allerdings ist sehr ungewiss, ob die imstande sind, eine dauerhafte Schneedecke zu bilden. Denn mit dem Tief kommt auch wärmere Luft zu uns. Wie warm sie wird, kann derzeit niemand sagen.

Jedoch macht der Winter im Gebirge dennoch was her. Frost und Nebel lassen den Raureif wachsen. Bei minus elf Grad, wie am Montagvormittag, gefrieren die Wasserkristalle an jedem festen Gegenstand. Bis zu 17 Zentimeter stark hängt der Raureif schon an den Messstäben in der Wetterstation.