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Sportliche Aufgabe

Freital steckt viel Geld in Plätze, Hallen, Vereinsgebäude. Ein Ende der Wunschliste ist nicht in Sicht.

© Karl-Ludwig Oberthür

Von Annett Heyse

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Schwitzen um Mitternacht

Der Sauna Aufguss geht auch im Oktober in die Verlängerung. Das Freitaler "Hains" gibt noch einen Sekt gratis dazu.

Freital. Die beste Aussicht aller Freitaler Sportler haben die Pesterwitzer. Am obersten Rand des Elbtals gelegen, hat man hier einen schönen Blick über Dresden. Und auch sonst dürften die Fußballer, Turner und Tennisspieler aus Pesterwitz zufrieden sein: Ihre Anlage ist ein Vorzeigeobjekt mit Rasenfeld, kleinem Kunstrasenplatz, Tennisanlage, Halle, Boulefeld. „Es ist die kompakteste Sportanlage der Stadt“, sägt Jörg Schneider, Geschäftsführer der Technischen werke Freital.

Hier wird in den Sport investiert

Das städtische Tochterunternehmen verwaltet alle Sportstätten Freitals. Doch davon gibt es laut einer Untersuchung, die kürzlich im Stadtrat vorgestellt wurde, zu wenig. Oder die vorhandenen Plätze, Sporthallen und Turnsäle sind zu klein. Bis 2030, so das Ergebnis der Studie, müsste die Stadt 37 Millionen Euro investieren, um den steigenden Bedarf zu decken. „Das können wir nicht leisten“, sagt Peter Pfitzenreiter (CDU), als Erster Bürgermeister auch für den Bereich Sport zuständig. Um Neubauten, zum Beispiel eine weitere Sporthalle, werde die Stadt kaum herumkommen. Aber eine hundertprozentige Abdeckung sei nicht möglich.

Vielmehr setzt die Stadt darauf, die vorhandenen Anlagen zu halten und laufend zu modernisieren. Das gelingt recht gut. Die Untersuchung bescheinigte, das Freitals Sportstätten auf einer Schulnotenskala größtenteils bei eins oder zwei liegen, also einen sehr guten oder guten Zustand haben. Nur 15 Prozent bekamen schlechtere Bewertungen.

Die Sportstätte des SV Pesterwitz gehört sozusagen zu den Besten. Doch auch hier gibt es noch Verbesserungsbedarf. So soll an die Sporthalle ein Lagerraum angebaut werden, damit die Turner ihre Geräte besser unterstellen können. Zudem ist vorgesehen, den Kunstrasenplatz zu erweitern. Die Spielfläche ist verschlissen. Außerdem wird mehr Platz gebraucht, weil die Mitgliederzahl im Sportverein wächst.

Die Stadt Freital hat erste Gespräche mit der Dresdner Stadtverwaltung aufgenommen – der Pesterwitzer Platz liegt genau an der Stadtgrenze. Eine Erweiterung wäre wegen der Grundstückssituation nur mit der Unterstützung von Dresden möglich, da das Objekt an der Flurgrenze liegt.

Etwas einfacher ist die Situation in Kleinnaundorf. Hier soll ein neuer Sportplatz neben der Turnhalle entstehen. Dafür wurde kürzlich ein zusätzliches Grundstück erworben. Geplant ist, ein Mehrzweckspielfeld zu bauen – für die zahlreichen Tambourello-Spieler der SG Kleinnaundorf und für weitere Sportarten. „Es gab auch Überlegungen, den Platz an anderer Stelle zu bauen, aber hier haben wir schon die gesamte Infrastruktur mit Halle, Umkleiden, Sanitäranlagen“, sagt Pfitzenreiter. Der Beachvolleyballplatz muss dafür umziehen – er rückt ein Stück in Richtung ehemaliges Bad und wird bei der Gelegenheit völlig neu aufgebaut.