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Sportlicher Zeitplan für die Schulsanierung

Noch sieht es im Inneren der Grundschule chaotisch aus. Die Planerin ist optimistischer als der Bauamtschef.

© André Braun

Von Andreas Neubrand

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Waldheim. Auf dem Baugelände der Grundschule wird emsig gehämmert, gesägt und verputzt. „Die Arbeiter kommen gut voran und die Baufirmen liegen alle im Zeitplan“, so Annette Fischer, Fachplanerin für vorbeugenden baulichen Brandschutz vom gleichnamigen Bauplanungsbüro in Döbeln. „Diesen Sommer können wir durchaus fertig werden.“ Landrat Matthias Damm (CDU) ist erfreut. „Dann könnte also im neuen Schuljahr hier schon unterrichtet werden?“, will er wissen. „Durchaus“, so Fischer. Etwas zu viel Optimismus für den Fachbereichsleiter Ordnung- und Bauverwaltung Michael Wittig. „Rechnen wir lieber mit Ende des Jahres. So haben wir es veranschlagt und davon sollten wir ausgehen“, mahnt er.

Die Sanierung der Grundschule fiel unter das Motto „Brücken in die Zukunft“. Und dies aus zwei Gründen, wie Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) erklärt: „Zum einen, weil Bildung die Zukunft unserer Kinder ist und zweitens, weil die Schule mit Fördermitteln aus dem Investitionsprogramm ,Brücken in die Zukunft’ mitfinanziert wird.“ Dabei handelt es sich um einen Fonds, bei dem Geld von Bund, Land und Kommune gebündelt wird. Im Fall der Schule kommen aus dem Programm rund 546 000 Euro bei Gesamtkosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro.

Grund genug für einen Besuch des Landrats bei seinem Kommunaltag in Waldheim. Und so führte Annette Fischer durch die im Bau befindlichen Räume und beantwortete Fragen. „Das Konzept sieht vor, dass jede Klasse einen eigenen Gruppenraum und daran anschließend ein Klassenzimmer erhält“, so Fischer. „Separat dazu bekommt jede Klasse einen eigenen Garderobenraum.“

Bis zu 27 Schüler sollen in einem solchen Raum zukünftig lernen und spielen können. „Dabei werden wir die Zukunft nicht verschlafen“, beteuert Annette Fischer. „Jeder Raum wird auf den allerneusten Stand der Technik gebracht. Bei Bedarf können wir die Klassenzimmer mit interaktiven Tafeln ausstatten.“ Aus finanziellen Gründen sei aber aktuell noch nicht daran zu denken, so Fischer. Außerdem sei dies auch nicht immer gewünscht. „Vielleicht meldet sich ja auch noch ein Sponsor“, so Steffen Ernst.

Seit Juli 2017 wird das 142 Jahre alte Gebäude saniert. „Das Problem ist, dass wir nie genau wissen, was uns erwartet, wenn wir hier tiefer graben“, so Michael Wittig. Trotzdem ist er froh, dass die gesamte Schule umgebaut wird. Dies kann auch Annette Fischer bestätigen. „Jede Decke, die wir aufmachen, sieht innen anders aus“, so die Fachplanerin. „Ich schätze, die haben damals alles verbaut, was sie hatten“, sagt sie.

Doch nicht nur die Schulräume werden renoviert, auch die sanitären Einrichtungen werden erneuert. Diese gaben früher Anlass zu Beschwerden. „Wir machen alles neu. Die Toiletten für die Lehrer und die für Schüler“, so Wittig. Nur der Wasserspender in der Wand wird funktionsuntüchtig bleiben. „Den können wir leider nicht anschließen“, so Fischer. „Sonst wären die Kinder versucht, die Schule zu fluten.“