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Sportobjekt in Spree wird saniert

Die Betriebskosten sind in Zukunft nur noch halb so hoch. 100 000 Euro werden investiert, ein Drittel zahlt die Gemeinde.

© André Schulze

Von Frank-Uwe Michel

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Spree. Lange Zeit schaute man in Spree zum Jahresende mit bangem Blick auf die Energieabrechnung, die für das 270 Quadratmeter große Vereinsheim im Sportkomplex am Rande des Ortes zu bezahlen war. 2014 musste man zum Beispiel für 23 610 Kilowattstunden satte 4 110 Euro berappen. „Dort war bis jetzt eine Nachtstromheizung im Einsatz, deren Energie wir wegen der schlechten Dämmung zu einem erheblichen Teil an die Umwelt abgegeben haben. Anfangs war das vielleicht noch auszuhalten, doch in den letzten Jahren hat sich diese Art der Wärmeerzeugung als immer teurer herausgestellt“, stellt Werner Queiser klar. Die Installation von Solarflächen auf dem Dach des Hauses funktioniere wegen der angrenzenden Bäume und der falschen Richtung, in der das Objekt steht, leider nicht. „Deshalb mussten wir unbedingt handeln“, sagt der auch für Spree zuständige Bürgermeister von Hähnichen. Nach seinen Worten soll das Vorhaben im Laufe dieses Jahres umgesetzt werden. „Der Gemeinderat hatte sich bereits im Juni 2016 dazu positioniert, ein energetisches Sanierungskonzept auf den Weg zu bringen. Dass wir nun endlich kurz vor der Realisierung stehen, ist ein Erfolg für unseren Ort, insbesondere aber für die Sportler.“

Die freuen sich schon auf die absehbaren Verbesserungen. Hartmut Schreiber, Abteilungsleiter der Fußballer, die sich im Gebäude umziehen und auch den Sanitärtrakt nutzen: „Für uns ist das eine Riesensache. Damit werden die Betriebskosten in Zukunft doch ganz erheblich sinken.“ Außer den Kickern profitieren auch Gymnastinnen, Tischtennis-, Dart- und Billardspieler von den Verbesserungen, insgesamt rund 120 Sportler. „Ob wir uns mit Eigenleistungen beteiligen können, ist noch offen. Wir würden das aber gerne tun.“

Die Umsetzung des energetischen Sanierungskonzeptes ist im Sportobjekt Spree laut Marlen Kolodziej, der Fachbereichsleiterin Bau und Finanzen in der Stadtverwaltung Rothenburg, nur möglich, weil im Rahmen des Förderprogrammes „Brücken in die Zukunft“ eine nicht rückzahlbare Zuwendung von reichlich 67 000 Euro in Anspruch genommen werden kann. Den Rest zur Gesamtinvestitionssumme von 100 000 Euro schießt die Gemeinde Hähnichen als Eigenanteil zu. Mit dem Geld wird allerdings nur ein Teil dessen in Angriff genommen, was das mit der Ausarbeitung des Sanierungskonzeptes beauftragte Planungsbüro vorgeschlagen hatte. So hatten die Experten zur Verbesserung der Energieeffizienz sechs Varianten aufgeschrieben, die unter anderem die Umstellung der Heizungsanlage auf eine Gastherme oder eine Pelletheizung beinhalteten, aber auch eine Außenwandheizung, zusätzliche Dämmmaßnahmen sowie Kombinationen aus Gastherme bzw. Pelletheizung mit neuer Dämmung umfassten. Zur Verbesserung der Energiebilanz bei der Beleuchtung schlug man außerdem die Umrüstung auf LED-Leuchtmittel vor.

Während die Fördermittelgeber am liebsten eine Kombination aus Pelletheizung und zusätzlicher Dämmung gesehen hätten, die nach Informationen der Planer aber hohe Kosten verursachen würde und eine lange Amortisationszeit mit sich brächte, entschieden sich die Hähnichener Gemeinderäte auf ihrer jüngsten Sitzung für die Umrüstung der Heizung auf eine Gastherme, die Installation von Dunkelstrahlern in der kleinen Turnhalle und die Umstellung der Leuchtmittel auf energiesparende LEDs. Laut den Fachleuten des Dresdener Planungsbüros kann der Energieverbrauch im Vereinsheim damit voraussichtlich halbiert werden.

Da es sich bei der energetischen Sanierung um ein öffentliches Bauprojekt handelt, wird es nach Informationen von Marlen Kolodziej in den nächsten Wochen ein Ausschreibungsverfahren geben. Zum zeitlichen Rahmen wollte sich die Fachbereichsleiterin im Rothenburger Rathaus, das im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft mit Hähnichen für das Vorhaben zuständig ist, im Gegensatz zu Hähnichens Bürgermeister Queiser nicht äußern. „Wir werden uns bemühen, das Ganze zeitlich so schnell zu verwirklichen, wie es nur geht.“ Die Sportler fiebern diesem Zeitpunkt mit Spannung entgegen. „Durch die Baumaßnahme werden nicht nur die Betriebskosten gesenkt, für manche Abteilungen verbessern sich auch die Bedingungen in dem Objekt, um ihrem Hobby nachzugehen“, so Hartmut Schreiber.