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Döbeln

Sportverein bekommt mehr Geld

Der Ortschaftsrat unterstützt die HSG Neudorf/Döbeln. Doch ein Projekt wollen die Räte noch einmal überdenken.

Symbolfoto
Symbolfoto © dpa

Ebersbach. Die HSG Neudorf/Döbeln sorgt nicht nur regelmäßig für sportliche Schlagzeilen, der Verein organisiert auch jährlich ein Osterfeuer und ein Mai-Opening.

In den Vorjahren hat der Ortschaftsrat die Veranstaltungen der Sportler mit 750 Euro unterstützt. Für 2019 hat der Verein mit 1.200 Euro aber eine deutlich höhere Summe beantragt. 

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„Beim letzten Opening hat die HSG Eintritt verlangt. Das hat viele verärgert. Deshalb soll der Eintrittspreis minimiert und mit einem Zuschuss aus unserem Budget ausgeglichen werden“, erklärt Ortsvorsteher Jürgen Müller während der Ratssitzung am Montagabend.

 „Außerdem zahlen wir für den Fanfarenzug zum Osterfeuer 250 Euro sowie Gema. Auch, wenn wir eine höherklassige Männermannschaft einladen, kommt die nur gegen Honorar“, ergänzt Uwe Winkler vom Vereinsvorstand. Heutzutage müsse für alles gezahlt werden.

Trotzdem erscheint den Ortschaftsräten die beantragte Summe zu hoch. Sie lehnen diese einstimmig ab, suchen aber nach einem Kompromiss. Den schlägt Danilo Winkler mit einem Betrag von 1.000 Euro vor. Dieser wird mit einer Enthaltung angenommen.

Über einen anderen Zuschuss können sich die Ortschaftsräte nicht sofort einigen. In den Räumen auf dem Sportplatz, die auch für Familienfeiern genutzt werden, soll ein neuer Strom-Verteilerkasten eingebaut werden. „Der jetzige stammt aus den 1990-er-Jahren und es ist immer wieder etwas dazugekommen“, so Uwe Winkler. Fotos dokumentieren den entstandenen Kabelsalat.

Rund 4.700 Euro soll der neue Verteiler kosten. 3.800 Euro erhofft sich die HSG vom Ortschaftsrat. Doch der stellt die Entscheidung erst einmal zurück. Denn den Betrag würden die Ebersbacher von 18 000 Euro abknapsen, die dem Ortsteil in diesem Jahr letztmalig zur Verfügung stehen. 

Das Geld ist die Dividende aus den Envia-Aktien, die Ebersbach schon vor der Eingemeindung nach Döbeln besaß. Mit Döbeln wurde damals ausgehandelt, dass die Dividende fürs Kultur-, Vereins- und Sportleben in Ebersbach verwendet werden kann. „Aber das Geld muss gerecht verteilt und nicht nur für den Sport verwendet werden“, sagt ein Ortschaftsrat. (DA/rt)