merken

Döbeln

Kandidat widmet sich Wirtschaftsfragen

Udo Chmelarz aus Gersdorf will im Stadtrat mitarbeiten. Er möchte sich vor allem wirtschaftlichen Belangen widmen. Da hat er Erfahrung.

Udo Chmelarz kandidiert bei den Wahlen zum Stadtrat für die Freie Wählergemeinschaft Hartha. © Dietmar Thomas

Hartha. Seit 1999 lebt Udo Chmelarz in Gersdorf. Bisher hat er sich vor allem beruflich und sportlich engagiert. „Das ist nicht mehr in einem so großen Umfang wie bisher notwendig“, sagte Chmelarz. Deshalb habe er sich entschieden, für die Freie Wählergemeinschaft Hartha für den Stadtrat zu kandidieren.

„Ich bin seit meiner Schulzeit politisch interessiert, habe die DDR-Geschichte aktiv miterlebt und meine Entscheidungen immer mit ganzem Herzen, mit meinem Wissen und Gewissen getragen“, so Chmelarz. Der Ingenieur für Nachrichtentechnik wurde noch vor der Öffnung der Mauer im Jahr 1989 aus der DDR ausgewiesen. „Ich habe also auch das Politikgeschehen auf der anderen Seite kennengelernt. Auch damit bin ich nicht immer einverstanden“, sagte der Gersdorfer.

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Bald gehen die Filmnächte am Elbufer los.

Deutschlands größtes Freilicht-Kino ist zurück! In der 29. Saison finden vor der schönen Kulisse Dresdens zahlreiche Veranstaltungen für Jung und Alt statt. 

Nun will er aktiver in der Politik mitwirken. Zwar nicht in der großen, aber zumindest in der Kommunalpolitik. „Ich habe überlegt, wo ich mich wiederfinde, ohne in eine Partei einzutreten, wo ich mich in den politischen Alltag einbringen kann“, sagte Udo Chmelarz. Er habe verschiedene Medien und die lokale Presse genutzt, um sich zu informieren, und meldete sich bei der Freien Wählergemeinschaft. „Ich wollte die Mitglieder persönlich kennenlernen, mit ihnen ins Gespräch kommen“, sagte der 61-Jährige.

Seit Jahresbeginn nimmt er an den Versammlungen teil, überlegt, wie er sich einbringen und welche Ziele er umsetzen kann. „Wenn ich etwas mache, dann konsequent“, so Chmelarz. Es gehe ihm darum, die Interessen der Bürger kennenzulernen und sich auch dafür einzusetzen. Deshalb regte er an, dass die Freien Wähler in den Ortschaften Bürgersprechstunden anbieten. Auch die Ratssitzungen müssten nicht unbedingt immer im Rathaus stattfinden, meint der Gersdorfer, der seit 1999 im Ort lebt.

Konkrete Projekte, die er umsetzen will, hat Chmelarz noch nicht. Zum einen wolle er Erfahrungen sammeln und zum anderen Dinge ausloten, die umsetzbar sind. „Dabei werde ich meine beruflichen Erfahrungen und meine Qualifikation in Hinsicht unter anderem auf die Wirtschaftlichkeit einbringen“, so Chmelarz. Denn er hat nach der Wende zehn Jahre bei Siemens gearbeitet, später in mehreren geschäftsführenden Positionen in mittelständischen Unternehmen und ist jetzt verantwortlich für die Produktion und den Vertrieb bei einem Nutzfahrzeughersteller.

„Hartha hat eine Menge Baustellen. Doch ich will nicht mit Fantasien oder Träumereien meine Wähler von mir überzeugen. Aber ich will mich einbringen, um Hartha und die Ortsteile voranzubringen“, sagte Udo Chmelarz. In Gersdorf sei er vielen bekannt, weil er und seine Frau sich in die Dorfgemeinschaft einbringen. „Wenn Helfer für den Aufbau des Zeltes für das Dorffest gesucht werden, bin ich dabei und auch so, wenn ich gebraucht werde.“

Die Freie Wählergemeinschaft stellt sieben Kandidaten für die Kommunalwahl auf. Dazu gehören Sören Lungwitz, Peter Fischer und Regina Roßbach, die schon in der auslaufenden Legislaturperiode als Stadträte gearbeitet haben. Neu sind Bauleiter Stefan Träger, der schon oft Gast bei Stadtratssitzungen war, und Udo Chmelarz. Erfahrungen in der Kommunalpolitik haben auch schon Dr. Wolfgang Fichtner und Harry Goldammer gesammelt. 

Bisher traten sie für die SPD an. „Die beiden Harthaer sind auf uns zugekommen und haben nachgefragt, ob sie sich bei uns engagieren können. Das ist gut. Denn Harry Goldammer und Dr. Fichtner sind bekannt und kennen sich in der Kommunalpolitik aus“, sagte Peter Fischer. Die Mitglieder der Freien Wählergemeinschaft wollen sich unter anderem für eine bessere Wasserqualität, eine lebenswerte und attraktive Stadt, sowie die Förderung der Wirtschaft einsetzen.