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Granaten in Auto am Hauptbahnhof entdeckt

Ein hinter dem Dresdner Hauptbahnhof abgestellter Geländewagen hat für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt.

Auf der Bayerischen Straße untersuchten Spezialeinheiten der Bundespolizei am Montagabend einen Geländewagen.
Auf der Bayerischen Straße untersuchten Spezialeinheiten der Bundespolizei am Montagabend einen Geländewagen. © Roland Halkasch

Ein Großeinsatz der Bundespolizei hat am Montag für Sperrungen rund um den Dresdner Hauptbahnhof gesorgt. Wie die Beamten am Dienstagmorgen bestätigten, untersuchten sie nach der Überprüfung zweier Männer einen auf der Bayerischen Straße geparkten Mercedes ML 320 und riegelten dafür einen Teil des Geländes ab.

Die Einsatzkräfte hatten sich zunächst die beiden Insassen des Wagens vorgenommen, weil sie Zweifel an der Legalität der Einreise der 17 und 28 Jahre alten Bosnier hatten. Für eine genauere Überprüfung wurden die beiden in die Diensträume der Bundespolizei im Hauptbahnhof gebracht, teilten die Beamten am Dienstag mit.

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Die Polizisten kümmerten sich anschließend auch um den abgestellten Geländewagen mit bosnischem Kennzeichen, nicht zuletzt deshalb, weil die beiden Insassen eine Kleinstmenge Drogen dabei hatten. Die Beamten räumten das Fahrzeug aus, untersuchten die im Auto befindlichen Sachen. Drogen wurden keine gefunden, dafür entdeckte man hinter der Verkleidung im Kofferraum 17 Handgranaten. Sprengstoff-Experten des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen rückten an, die Bosnier wurden festgenommen.

Aktuell werden die Granaten auf Funktionsfähigkeit geprüft, das LKA übernahm die weiteren Ermittlungen.  (SZ/ps/mja)