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Spritztour mit dem Leihrad

In Radeberg stehen ab Donnerstag Fahrräder kostenlos zur Verfügung. Den Personalausweis sollte aber jeder dabei haben.

© Archivfoto: Thorsten Eckert

Von Thomas Drendel

Radeberg. Sonnenschein, Temperaturen um die 20 Grad – das Wetter lädt geradezu ein, sich auf einen Fahrradsattel zu schwingen. In Radeberg ist das ab Donnerstag kostenfrei möglich. Die Leihrad-Aktion „Fahrradeberg“ startet an dem Tag in die vierte Saison. Einfach an einer der vier Fahrrad-Ausgabestellen melden und den Ausweis vorzeigen. Dann werden Name und Anschrift in einer Liste notiert und schon kann es losgehen. Zur Abgabe kann das Rad in einem der vier Ständer abgestellt, an diesem angeschlossen und der Schlüssel abgegeben werden. Ausleihstationen sind bei „freddy fresh“ am Bahnhof, bei Lotto-Richter an der Oberstraße, bei der Bäckerei Lange an der Schillerstraße und ab 10. Mai dann auch beim Team des Stadtbades. An diesen Stellen können die Räder auch wieder angeschlossen werden. In den Ausleihstationen sind auch Luftpumpen und Schraubenschlüssel hinterlegt, falls der Reifen platt ist, beziehungsweise die Sattelhöhe angepasst werden muss.

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„Wegen der anhaltend niedrigen Temperaturen war die Winterpause diesmal etwas länger, denn die fleißigen Schrauber konnten bei frostigen Temperaturen nur eingeschränkt die Räder durchsehen“, sagt Gert Loose, einer der Organisatoren des Projektes. Nach seinen Angaben konnte im vergangenen Jahr auch die Zahl der beschädigten Räder und der Dauernutzer verringert werden. „Das waren Fahrer, die unsere Räder länger als drei Tage in Beschlag genommen hatten. Wir mussten keine neuen Namen auf den Schwarzen Listen notieren“, so Loose.

Zunächst hatten die Organisatoren Dutzende dieser auffällig lackierten Fahrräder an mehreren Stellen im Stadtgebiet aufgestellt. Jeder konnte sie nutzen, sollte sie dann möglichst unversehrt wieder an einem der Ständer abstellen. Doch es häufen sich Fälle mutwilliger Zerstörung. Mitunter wurden die Räder irgendwo liegengelassen. Mit der Registrierung der Fahrer änderte sich das.

Begonnen hatte alles Anfang 2015. Die Organisatoren riefen die Radeberger auf, Fahrräder zu spenden. Danach standen die Telefone nicht mehr still. Damenräder, Mountainbikes, Kinderräder, rund 30 Gefährte kamen zusammen. Ehrenamtliche Helfer reparieren die Räder. Unsere „Schrauber“ freuen sich nach wie vor über weitere Mitstreiter und vielleicht kann jemand einen größeren Schraubstock entbehren“, sagt Gert Loose. „Natürlich nehmen wir gern auch weiter gebrauchte Fahrräder entgegen, die wir für die Projektzwecke gut einsetzen.“

Die Abgabe ist nach telefonischer Anmeldung donnerstags ab 15 Uhr direkt an der Werkstatt Oststraße 1d möglich. Auch eine Abholung kann vereinbart werden. „Wir bedanken uns bei allen Radebergern, die unser Projekt unterstützen und gegebenenfalls wieder ein Auge für die Räder haben“, erklärt er. Das Projekt finanziert sich vor allem über Spenden aber auch durch Verkäufe aufgemöbelter Fahrräder. „Wer sich für kleines Geld ein Zweit-Rad zulegen möchte, kann sich bei uns melden. Dazu wollen wir auch zum traditionellen Familienfest am 1. Mai auf dem Awo-Areal an der Pulsnitzer Straße präsent sein.“