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Sebnitz

Staatsstraße ohne Radweg geplant

Der Streit um Radwege an der einstigen Rennstrecke oberhalb des Polenztals geht weiter. Der Fahrradclub fordert ein Umdenken beim Straßenbau.

Nachdem schon hier zwischen Hocksteinschänke und Abzweig Hohburkersdorf kein Radweg beim Umbau der Staatsstraße angelegt wurde, fürchten das Radfahrer auch für den nächsten Bauabschnitt.
Nachdem schon hier zwischen Hocksteinschänke und Abzweig Hohburkersdorf kein Radweg beim Umbau der Staatsstraße angelegt wurde, fürchten das Radfahrer auch für den nächsten Bauabschnitt. © Archivfoto: Dirk Zschiedrich

Nur wenige Tage ist es her, als Radaktivisten am 27. April wiederholt dagegen protestierten, dass beim Rückbau der Staatsstraße S 163 zwischen der Hocksteinschänke und Stürza kein Radweg gebaut wurde. Den fordern sie jetzt nachträglich. Und sie kämpfen bereits um den nächsten Radweg, und zwar entlang der Staatsstraße S 161 zwischen Stürza und Heeselicht. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr will diesen Abschnitt sanieren und die Straße schmaler gestalten. Die Planungen laufen und die Radaktivisten befürchten, dass auch dort wieder kein Ragweg gebaut wird.

Zumindest ist das nach derzeitigen Planungsstand so. Konrad Krause, Geschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Sachsen, zeigt sich bestürzt. „Der anstehende Rückbau der S 161 hätte es leicht möglich gemacht, einen straßenbegleitenden Radweg zu bauen. Die Route ist touristisch und für den Alltagsverkehr von großer Bedeutung, was durch die Resonanz auf die Petition der Bürgerinitiative S 163 untermauert wurde.“ Noch sei es nicht zu spät. Noch könnten die Planungen geändert werden und ein straßenbegleitender Radweg zumindest in diesem Abschnitt der ehemaligen Rennstrecke gebaut werden, appelliert Krause an das Lasuv. Es sei ein falsches politisches Signal, wenn der sächsische Verkehrsminister Martin Dulig hier erneut die Anwohner im Regen stehenlasse.

Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!

Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Zwischen Stürza und Heeselicht befindet sich das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehren. Kinder und Jugendliche nutzen diese Verbindung auch, um mit dem Fahrrad zur Jugendfeuerwehr zu gelangen. Auch aus diesem Grund sprechen sich Anwohner und der ADFC dafür aus, die Chance für den Bau eines Radwegs jetzt zu ergreifen. Ursprünglich wurde die Straße in den 1920er-Jahren als Rennstrecke gebaut und in den 1930er-Jahren weiter als Rundkurs erschlossen. Die breiten Fahrbahnen laden nach wie vor zum Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit ein. Radfahrer leben hier gefährlich. Bei einer Geschwindigkeitsmessung vor Kurzem war das schnellste Fahrzeug zum Beispiel mit 236 km/h bei erlaubten 100 km/h unterwegs.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/sebnitz vorbei.

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