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Stadt Bautzen gibt die Wälder frei

Ab Ende nächster Woche können Spaziergänger wieder alle Wege nutzen. Die Verwaltung rät aber weiterhin zur Vorsicht.

© Symbolbild: dpa

Bautzen. Obwohl die Aufräumarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, gibt die Stadt Bautzen für ihre Wälder jetzt Entwarnung. Ab Sonnabend, dem 24. März, dürfen Spaziergänger wieder alle Wege nutzen. Das Zutrittsverbot erlischt an diesem Tag automatisch, da Wälder in Sachsen nicht länger als zwei Monate gesperrt werden dürfen, heißt es aus dem Rathaus.

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Zutritt nicht verboten, sondern erwünscht

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Grund zur Sorge besteht für Besucher trotz der andauernden Arbeiten nicht. So sind alle Sicherungsmaßnahmen an den Hauptwegen abgeschlossen. Waldbesucher sollten allerdings die sogenannten Windwurfflächen meiden. Vorsicht ist demnach in jenen Bereichen geboten, in denen die Spaziergänger auf umgeworfene Bäume oder freiliegende Wurzeln aufmerksam werden. „Allgemein gilt freies Betretungsrecht des Waldes, aber auf eigene Gefahr“, heißt es in einer Meldung der Pressestelle.

Im Januar hatte das Sturmtief „Friederike“ auch in Bautzen gewütet. Zum Schutz der Waldbesucher ist es seitdem verboten, den Stadtwald zu betreten. Von der derzeitigen Sperrung betroffen sind die Waldflächen im Humboldthain Bautzen, am gesamten Czorneboh, am Kötschauer Berg in Kleindehsa, am Mönchswalder Berg sowie am Thromberg und in der Schmoritz zwischen Mehltheuer und Großpostwitz.

Die Verwaltung schätzt den durchs Unwetter entstandenen Schaden auf 10 000 bis 12 000 Festmeter Holz. Damit fiel dem Sturmtief im Januar das Anderthalbfache dessen zum Opfer, was sonst innerhalb eines Jahres gefällt wird. Üblicherweise werden im Stadtwald pro Wirtschaftsjahr 7 000 Festmeter Holz eingeschlagen. (SZ/mho)