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Stadt Bautzen stoppt Schwellen-Abbau

Eigentlich sollten sieben Bodenwellen in der Bautzener Seidau entfernt werden. Doch dann protestierten die Anwohner.

Solche Bodenwellen sollen in der Seidau entfernt werden.
Solche Bodenwellen sollen in der Seidau entfernt werden. © SZ/Uwe Soeder

Seidau. Die Bodenwellen im Bautzener Stadtteil Seidau sorgen weiterhin für Aufregung. Eigentlich sollten schon in der vergangenen Woche sieben Schwellen demontiert werden. Doch die Stadt hat diesen Abbau erst einmal gestoppt. Das bestätigt Bautzens Baubürgermeisterin Juliane Naumann. „Während des Abbaus gab es offensichtlich Proteste seitens einiger Bürger“, erklärt sie. Vier Schwellen auf der Salzenforster Straße und eine Bodenwelle auf der Seidauer Straße kurz vor der Einmündung zur Welkaer Straße wurden bereits Mitte Februar demontiert. Die restlichen zwei Schwellen auf der Welkaer Straße würde die Verwaltung gern noch abbauen.

Der Autoverkehr in der Seidau beschäftigt die Bewohner schon lange. Obwohl die Strecken dort nur für die Anwohner freigegeben sind, nutzen einige Autofahrer den Weg durch die Seidau als Abkürzung zur Innenstadt. Um vor ihren Häusern für Ruhe zu sorgen, sammelten Anwohner vor anderthalb Jahren Unterschriften. Daraufhin gab die Stadt in Auftrag, die Schwellen zu errichten. Die Maßnahme sollte Autofahrer abschrecken. Doch das gefiel nicht allen Anwohnern. Die Schwellen würden durch das Abbremsen und Anfahren der Autos für mehr statt weniger Lärm sorgen, argumentierten sie. Auch diese Anwohner sammelten Unterschriften.

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Wie die Baubürgermeisterin erklärt, ging bei der Stadt vor einigen Wochen eine Liste ein, auf der mehr als 100 Personen unterschrieben hatten. „Die Argumente der Abbau-Befürworter erscheinen aus Sicht der Stadtverwaltung plausibel“, erklärt Naumann. Aufgrund dessen habe man sich zunächst dafür entschieden, dem Wunsch nachzugehen und die Schwellen auf der Welkaer Straße und der Salzenforster Straße wieder zu entfernen. Einig sind sich die Anwohner nur bei den Bodenwellen auf der Seidauer und der Teichnitzer Straße. Weil es dazu nur positive Rückmeldungen gab, werden diese bestehen bleiben.