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Weitere Asylunterkünfte in Dresden

Im März soll mit dem Aufbau begonnen werden. Diese und weitere Unterkünfte kosten das Rathaus rund 45 Millionen Euro.

© dpa

Dresden. An drei verschiedenen Standorten in Dresden will die Stadt mehrgeschossige Wohncontainer für Flüchtlinge errichten. Laut Presseinformation von Donnerstagnachmittag sind dafür die Standorte Altenberger Straße 83 in Seidnitz, Washingtonstraße 36 in Übigau und eine Fläche am Zelleschen Weg in der Südvorstadt vorgesehen.

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Insgesamt können dort rund 1 400 Flüchtlinge untergebracht werden. Wenn der Stadtrat den Plänen in seiner Sitzung am 10. Dezember zustimmt, soll bereits im März der Aufbau beginnen. Die Fläche an der Altenberger Straße liegt unweit der Freien Evangelischen Schule. Hier war schon länger spekuliert worden, ob Asylbewerber in ein benachbartes leer stehendes Gebäude ziehen. Nun sind jedoch fünf Dreigeschosser mit insgesamt 510 Plätzen geplant. „Das Gelände erhält Wege, Begrünung und Plätze“, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Ab Juni könnten hier Flüchtlinge einziehen. Die Kosten belaufen sich auf rund zwölf Millionen Euro.

Ebenfalls im März sollen die Arbeiten am Standort Zellescher Weg beginnen. Hier sind zwei Dreigeschosser mit jeweils 144 Plätzen geplant. Außerdem wird es ein kleineres Verwaltungsgebäude, Begrünung und Platzflächen geben. Diese Wohncontainer sollen ab April genutzt werden und 6,2 Millionen Euro kosten. Als genauer Standort ist die Freifläche vor den Häusern Zellescher Weg 41 a bis d vorgesehen.

Standort Nummer drei befindet sich an der Washingtonstraße 36, unweit des Gartencenters Dehner. Hier entstehen ab April 20 kleinere Zweigeschosser für jeweils 28 Personen. Daraus ergibt sich eine Gesamtkapazität von 560 Plätzen. Diese Gebäude sollen im Juli bezugsfertig sein und rund 18,5 Millionen Euro kosten. Nach Angaben der Stadt werden in allen Wohngebäuden auch Selbstversorgerküchen und Gemeinschaftsräume eingerichtet. Sozialarbeiter und Sicherheitspersonal beziehen vor Ort eigene Räume. „Jedes Grundstück erhält eine Einzäunung“, heißt es. Weil jedoch auch diese rund 1 400 Plätze bei dem anhaltenden Flüchtlingsstrom wohl nicht ausreichen, will die Stadt weitere neun Millionen Euro in stadteigene Gebäude und bereits genutzte Standorte investieren, um zusätzliche 1 200 Plätze zu schaffen.

Als Beispiele sind in der Mitteilung die Katharinenstraße und die Boshagener Straße angegeben. Letztere existiert in Dresden jedoch überhaupt nicht. Erst später wird klar, dass hiermit die Schulgebäude in der Boxberger Straße in Prohlis gemeint sind. Dort war es im Oktober zu Krawallen gekommen. Ob die Stadt auf dem leer gefegten europäischen Markt Container findet, ist unklar. Hier erfolge der Erwerb nach einer Marktrecherche, heißt es. (SZ/jr)