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Stadt betreibt Weinbergstadion jetzt selbst

Durch den Betreiberwechsel soll der Konflikt zwischen Anwohnern und Fußballern geregelt werden.

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© Archiv/Norbert Millauer

Von Nina Schirmer

Radebeul. Das Weinbergstadion in der Carl-Pfeiffer-Straße ist Eigentum der Stadt. Seit 2003 wurde die Sportanlage aber vom Radebeuler Ballspiel-Club eigenverantwortlich genutzt und betrieben. Dies war im Rahmen eines sogenannten Erbbaurechtsvertrages möglich. Über die Jahreswende wurde das Erbbaurecht nun auf die städtische Stadtbäder und Freizeitanlagen GmbH Radebeul (sbf) übertragen, teilt Stadtsprecherin Ute Leder mit.

Der RBC könne das Stadion allerdings weiterhin nutzen. Ein langfristiger Mietvertrag zwischen dem Fußballverein und der sbf sei gewährleistet. „Der Betreiberwechsel wurde einvernehmlich zwischen allen Beteiligten im Interesse der Stärkung der finanziellen und personellen Leistungsfähigkeit des Vereins vorgenommen“, so Leder. Damit könne sich der Fußballclub zukünftig noch stärker auf das sportliche Geschehen konzentrieren, heißt es von der Stadt.

Doch auch ein anderer Punkt spielte bei der Übertragung wohl eine Rolle. Seit Jahren liegt der Verein im Streit mit einigen Anwohnern, die sich insbesondere von den Fußballspielen am Wochenende belästigt fühlen. Eine der Hauptaufgaben der sbf soll es nun sein, den Konflikt zwischen Fußballern und Anwohnern in geordnete Bahnen zu lenken. Zum anderen soll der Sportstättenbetreiber die bauliche Substanz des Platzes erhalten und verbessern, so die Stadt. Die Umkleidekabinen und Lagerräume neben dem Sportplatz sind in marodem Zustand.

Im letzten Stadtrat wurde zudem beschlossen, dass sämtliche Aufgaben, die den städtischen Sportbereich betreffen, seit dem neuen Jahr in den Geschäftsbereich des Zweiten Bürgermeisters Winfried Lehmann fallen. Er ist auch neuer Aufsichtsratvorsitzender der sbf GmbH.