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Meißen

Stadt friert die Elternbeiträge ein

Eigentlich müssten die Beiträge für Krippe, Kindergarten und Hort kräftig steigen.

©  dpa / Symbolbild

Lommatzsch. Die Stadt Lommatzsch wird im kommenden Jahr auf Einnahmen von 17 000 Euro aus Elternbeiträgen verzichten. Das beschloss der Stadtrat. Um diese Summe hätten die Elternbeiträge insgesamt steigen müssen. So hätte eine neunstündige Betreuung in der Kinderkrippe im kommenden Jahr monatlich 247,42 Euro gekostet statt wie bisher 225,48 Euro. Auch in Kindergarten und Hort hätten sich die Preise erhöht, wenn auch nicht so stark.

Doch zu einer Erhöhung wird es 2020 nicht kommen. Der Stadtrat entschied sich einstimmig dazu, der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung zuzustimmen und keine Gebührenerhöhung zu beschließen. „Schon jetzt liegen die Gebühren für einen neunstündigen Krippenplatz deutlich höher als die Kindergeldzahlungen des Staates. Wir haben als Verwaltung deshalb dem Stadtrat vorgeschlagen, für das nächste Jahr die Kitabeiträge auf dem Stand von 2019 einzufrieren," so Bürgermeisterin Anita Maaß (FDP).

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 Erstmals seit dem straffen Konsolidierungskurs von 2005 weiche die Stadt damit von ihren gesetzlich möglichen Höchstbeträgen ab und nimmt weniger Einnahmen aus Elternbeiträgen in Kauf, so die Rathauschefin. Dies sie unter anderem deswegen möglich, weil der Freistaat seine Landeszuschüsse in den letzten Monaten erhöht habe. Damit verringere sich die kommunale Kostenlast.

 „Wir sind damit in der Lage, auch die Eltern an den Verbesserungen teilhaben zu lassen. Darüber sind wir sehr froh“, so Anita Maaß. Zudem könnten die Mindereinnahmen aber auch deshalb verkraftet werden, weil sich der konsequente Schuldenabbau im Jahr 2020 erstmalig positiv mit geringeren Kreditlasten auswirken werde.

 Damit gebe die Stadt direkt positive Erfolge der Haushaltskonsolidierung an die Familien weiter. Ob die Stadt im nächsten Jahr allerdings eine ähnliche Entscheidung treffen könne, hänge davon ab, wie sich die Sach- und Personalkosten weiter entwickelten. (SZ/jm)