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Stadt lehnt Tempo 30 auf Hauptstraßen ab

Das Rathaus erteilt dem Ziel der Rad-Lobby eine Absage. Tempo 30 sei nur in Wohngebieten geplant. Zwei Ausnahmen gibt es jedoch.

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Von Tobias Winzer

Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen, das wird es in Dresden so bald nicht geben. Die Stadt lehnt einen Vorschlag des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs, wonach die erlaubte Höchstgeschwindigkeit in den Städten von 50 auf 30 Stundenkilometer gesenkt werden soll, ab. Es sei aber erklärtes Ziel, flächendeckend außerhalb des Hauptverkehrsstraßennetzes Tempo-30-Zonen zu realisieren, sagte Rathaussprecherin Nora Jantzen. Das gelte vor allem für Wohngebiete.

Seitdem die Stadt diesen Plan 1994 im Verkehrskonzept verankert hat, wurden 285 Tempo-30-Zonen in Wohngebieten geschaffen. 97 Prozent der geplanten Zonen seien demnach umgesetzt, sagte Jantzen. Jetzt sollen den Angaben nach noch zwei Zonen erweitert werden. So wird sowohl in der Müller-Berset-Straße in Striesen als auch in der Tannenstraße und Hans-Oster-Straße in der Äußeren Neustadt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit gesenkt. Dort sind zum Teil neue Wohngebiete entstanden.

Wann die Schilder dafür aufgestellt, teilte die Stadt nicht mit. Mit den Tempo-30-Zonen hat die Verwaltung bislang gute Erfahrungen gemacht. Die Zahl der Unfälle habe sich dort zwar nicht maßgeblich veringert, jedoch nehme die Schwere der Unfälle ab. Außerdem sei es mit den Zonen gelungen, den Verkehr in den Wohngebieten zu reduzieren.

Unterdessen hält die Stadt an dem Plan fest, abschnittsweise auch auf Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 einzuführen. Die Regelung soll für die Königsbrücker Straße zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee sowie für die Dresdner Straße in Cossebaude gelten. Wann sie kommt, ist aber noch offen.