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Stadt muss weiter für Globus planen

Nach der Entscheidung im Stadtrat wird nun an zwei Fronten gearbeitet. Das kritisiert die Allianz für Dresden.

Soll Globus nun doch weiter das Areal am Alten Leipziger Bahnhof entwickeln? Während sich Grüne und SPD einig waren, dass sie das nicht wollen und dafür sogar die Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses zum B-Plan forderten, enthielt sich ein Großteil der Linke-Stadträte bei der Abstimmung am Donnerstag. Diesmal hielt die Kooperation nicht. Nun muss die Stadtverwaltung weiter für den Globus-Markt planen, kritisiert die Allianz für Dresden, ein Zusammenschluss von Bürgerinitiativen, Kulturvereinen sowie Wirtschaftsverbänden, Unternehmen und Dresdner Bürgern. Entstanden sei mit der Entscheidung eine konfuse Situation, denn es wurde auch beschlossen, dass die Stadt einen Alternativstandort für Globus suchen soll. Damit müsse die Verwaltung nun in zwei unterschiedliche Richtungen planen, was eine Verschwendung von Zeit und Geld sei, sagt Uwe Sochor, der Gründer der Allianz für Dresden.

Dies führe auch dazu, dass das Potenzial der Leipziger Vorstadt und des Areals weiterhin brachliegen wird. „Wir werden uns aber allen Merkwürdigkeiten zum Trotz weiterhin für eine sinnvolle Nutzung starkmachen und hoffen, dass sich auch die Linksfraktion irgendwann mal wieder an die Koalitionsvereinbarung von Rot-Rot-Grün gebunden fühlt“, so Sochor. Mit ihrer Enthaltung würden die Linken in keiner Weise die Interessen des Mittelstandes vertreten, sondern ein Projekt begünstigen, das sowohl den kleinen und mittleren Handel als auch eine nachhaltige Entwicklung der Leipziger Vorstadt zerstöre.

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Globus hat das Grundstück des Alten Bahnhofs bereits gekauft. Das Unternehmen hat die Entscheidung des Stadtrats als positives Signal für den Standort Leipziger Vorstadt gewertet.

Martin Schulte-Wissermann, Stadtrat der Piratenpartei und Mitglied der Linke-Fraktion, äußerte sich irritiert über die Enthaltung der Linken: „Das linke Wahlprogramm spricht sich gegen die Ansiedlung solcher Großprojekte wie Globus aus und steht für nachhaltige Politik sowie für die Schaffung neuen Wohnraums. Das Abstimmungsergebnis spiegelt das linke Wahlprogramm in keiner Weise wider.“ (SZ/kh)