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Stadt packt Holperpiste an

Bei der Oberkainaer Straße in Bautzen startet in diesem Jahr der zweite Bauabschnitt. Aber nur, wenn es dafür Fördermittel gibt.

© dpa

Von Marleen Hollenbach

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Die Fahrbahn ist beschädigt, die Straßenentwässerung kaum vorhanden. An der Oberkainaer Straße häufen sich inzwischen die Mängel. Deshalb will die Stadt die Strecke ausbauen. Der erste Bauabschnitt konnte bereits 2017 umgesetzt werden. In diesem Jahr soll es weitergehen. Geplant ist der Ausbau der Strecke zwischen der Oberkainaer Straße Nummer 19 und dem Ortsausgang. Die Bagger starten allerdings nur, wenn auch die Fördermittel genehmigt werden. Das teilt Falko Wendler, Chef des Hoch- und Tiefbauamtes mit.

Die Stadträte haben zugestimmt, dass es bei dieser Maßnahme keinen vorzeitigen Baubeginn geben soll. Anders ist das zum Beispiel bei der Taucherstraße. Unabhängig davon, ob die Fördermittelanträge bis dahin genehmigt sind, rollen ab April rund um den August-Bebel-Platz die Bagger. Das hat den Vorteil, dass die Stadt rechtzeitig mit der Baumaßnahme anfangen kann. Wenn allerdings doch keine Fördergelder gezahlt werden oder wenn die Summe geringer ausfällt, muss die Stadt die Maßnahme aus eigener Tasche finanzieren. Dieses Risiko möchte man bei der Oberkainaer Straße nicht eingehen. Deshalb steht dort auch noch nicht genau fest, wann die Arbeiten beginnen werden.

Eine Engstelle bleibt

Die Stadt hat hingegen schon ermittelt, was gemacht werden muss. So soll nicht nur die Holperpiste auf dem 640 Meter langen Abschnitt verschwinden. Auch die Entwässerung muss erneuert werden. Dazu gehört auch ein Kanalabschnitt mit einem Auslauf zum Albrechtsbach. Zudem wird die Beleuchtung an der Straße erneuert.

Eng bleibt die Strecke allerdings auch weiterhin. Zwei Autos kommen aneinander vorbei. Schwieriger wird es bei zwei Lieferfahrzeugen. Die müssen langsam fahren, wenn sie sich auf der Strecke begegnen. Auch wird es nach dem Ausbau der Straße noch eine Engstelle geben. Die Stadt konnte sich nicht mit den Grundstückseigentümern einigen und dort Flächen erwerben. Deshalb müssen Autofahrer an der Engstelle warten, wenn ihnen ein Fahrzeug entgegenkommt.

Wenn die Arbeiten spät beginnen, kann es sein, dass nicht der komplette Bauabschnitt saniert wird und ein dritter Abschnitt notwendig ist. Insgesamt sind für den Ausbau 600 000 Euro eingeplant.