merken

Konzept für billiges Wohnen geplant

Oberbürgermeisterin Helma Orosz erwartet Hilfe vom Freistaat. Diese bietet auch das größte Wohnungsunternehmen der Stadt an.

© dpa

Die Stadt will Investoren dazu verpflichten, anteilig auch günstige Wohnungen zu bauen. Außerdem will sie den Bauunternehmen bei der Suche nach freien Grundstücken helfen. „Das Thema Wohnen ist zurück auf der politischen Agenda“, sagte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) beim wohnungspolitischen Abend der Gagfah am Dienstagabend im Lipsiusbau. Dresden sei zwar weit entfernt von Verhältnissen wie in Düsseldorf, Hamburg oder München. „Aber wir dürfen nicht allen Entwicklungen tatenlos zusehen“, sagte sie.

FLORIAN -Die Fachmesse für Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz

Vom 10. bis 12. Oktober 2019 werden auf der FLORIAN die Technologien der Zukunft für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz gezeigt.

In voraussichtlich vier Wochen will die Stadt ihr überarbeitetes Wohnkonzept vorlegen. Bis dahin, so hofft Orosz, wird sich die neue Landesregierung auch festlegen, ob es ein Förderprogramm für sozialen Wohnungsbau geben soll. „Wir stehen in Verhandlungen mit dem Land“, sagte sie. Wer als Investor Fördermittel haben will, könnte dazu verpflichtet werden, einen bestimmten Anteil an günstigeren Wohnungen zu bauen, so die Idee. Bei der Suche nach Grundstücken will die Stadt möglichst viele Eigentümer und Investoren an einen Tisch bringen. Grundstücke im Besitz der Stadt gebe es nur noch wenige.

Auch die Gagfah als größtes Wohnungsunternehmen in der Stadtverwaltung bietet Hilfe an. „Wir wollen unseren Beitrag leisten, die sich abzeichnende Wohnungsknappheit in Dresden zu vermeiden“, sagte Sprecher Dirk Schmitt. Die Gagfah habe nicht vor, in nächster Zeit neue Wohnungen zu bauen.

Aber es sei denkbar, dass freie Gagfah-Grundstücke zu einem relativ günstigen Preis an Bauunternehmen verkauft werden. Auch eine Kooperation mit den Investoren sei denkbar, so Schmitt. Er bekräftige zudem das Anliegen der Gagfah, bestehende Wohnungen in Dresden kaufen zu wollen. (SZ/win)