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Stadt prüft Abriss von Mandaustraße 2

Ob das bröckelnde Haus in Zittau noch zu retten ist, wird eine Untersuchung zeigen. Eigentlich müsste der Eigentümer handeln.

So sah es vor der Mandaustraße 2 in Zittau aus, als die Feuerwehr den Gehweg am 19. Januar provisorisch gesperrt hatte.
So sah es vor der Mandaustraße 2 in Zittau aus, als die Feuerwehr den Gehweg am 19. Januar provisorisch gesperrt hatte. © Archivfoto: Rafael Sampedro

Nachdem Teile des Gebäudes Mandaustraße 2 Mitte Januar auf den Fußweg gefallen und einen Passanten verletzt hatten, will die Stadtverwaltung prüfen, ob sich eine Notsicherung noch lohnt oder das Haus abgerissen werden muss. Das sagte Ina Kaminsky, Leiterin der städtischen Bauaufsichtsbehörde, während des jüngsten Stadtrates auf Anfrage von Matthias Böhm (Grüne). Gleichzeitig kündigte sie an, dass die halbseitige Sperrung der Mandaustraße inklusive Fußweg vorerst bestehen bleiben muss. 

Das marode Haus gehört einem Privatbesitzer. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist er kein Zittauer und reagiert auf Kontaktversuche nicht. Die Stadt hatte nach dem Vorfall schnell reagiert und ein Gerüst zur Sicherung des Gebäudes aufstellen lassen. Sobald Gefahr für die öffentliche Sicherheit besteht, muss die Stadt eingreifen. Ansonsten hat sie kein Durchgriffsrecht auf Immobilien privater Besitzer. Die Kosten für das Gerüst, den Abriss oder die Sicherung stellt sie dem Eigentümern in Rechnung. Allerdings ist sie in der Vergangenheit in vielen Fällen darauf sitzen geblieben.

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Böhm hatte kritisiert, dass der Oberbürgermeister und die Stadtverwaltung ihrer angeblichen Ankündigung, die Standsicherheit aller maroden Häuser ständig prüfen zu wollen, nicht nachgekommen sei. OB und Verwaltung wiesen das zurück. Zum einen sei so etwas nie angekündigt worden, hieß es. Zum anderen sei das rechtlich und aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl für diese Aufgabe gar nicht möglich, sagte Frau Kaminsky.

Ein 72-jähriger Fußgänger war am 19. Januar von herabfallenden Dachziegeln und Putz der Mandaustraße 2 verletzt worden. Er habe Glück im Unglück gehabt, schrieb die Polizei dazu. Sie ermittelt eigenen Angaben zufolge nun gegen den Eigentümer des Hauses wegen fahrlässiger Körperverletzung. Die Feuerwehr hatte sofort nach dem Vorfall den Gehweg gesperrt. Ursache für die herabfallenden Teile könnte nach einer ersten Einschätzung der Verwaltung das durch starke Niederschläge im Januar eingedrückte Dach sein. Ihren Angaben zufolge galt das Haus bisher nicht als einsturzgefährdet.

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