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Riesa

Stadt rechnet mit Gewerbesteuer-Delle

Knapp dreieinhalb Millionen Euro wollte Gröditz bis Jahresende von den Firmen einnehmen. Doch es wird wohl um einiges weniger.

Die Stadt rechnet damit, dass am Ende des Jahres fast eine Million Euro weniger Steuereinnahmen zu Buche stehen als geplant.
Die Stadt rechnet damit, dass am Ende des Jahres fast eine Million Euro weniger Steuereinnahmen zu Buche stehen als geplant. © Eric Weser/Montage: SZ

Gröditz. Die Stadt Gröditz geht davon aus, dass ihre Einnahmen aus der Gewerbesteuer dieses Jahr gut deutlich niedriger ausfallen, als noch in der Haushaltsplanung angenommen. Das geht aus dem Halbjahresbericht zum Haushaltsvollzug hervor, der unlängst vom Rathaus veröffentlicht worden ist.

Demnach rechnete die Stadt ursprünglich mit 3,47 Millionen Euro aus Gewerbesteuern für 2019. Bis Ende Juni seien davon 600.000 Euro eingegangen. Seither habe es weitere Zahlungen gegeben. Die Gewerbesteuer werde aber „nicht den gedachten Weg nach oben weiter gehen“, so die Stadtverwaltung. Prognostiziert werden stattdessen Gesamteinnahmen für 2019 „voraussichtlich 900.000 Euro unterhalb des Planansatzes“. Das entspricht einem Minus von mehr als 25 Prozent. Ursache ist laut Stadt, dass ein Steuerzahler seine Vorauszahlungen angepasst hat. Um wen es sich handelt, darf die Kommune wegen des Steuergeheimnisses nicht benennen.

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Ein akutes Problem für die Stadtfinanzen ergibt sich dadurch offenbar nicht. Ein Grund dafür sind derzeit eher geringe Ausgaben für Investitionen. Ihr Geldpolster beziffert die Stadt für Anfang September auf knapp 4,8 Millionen Euro. Größere Ausgaben will Gröditz erst ab 2020 machen, dann sollen das neue Feuerwehrgerätehaus Nauwalde und die neue Sporthalle am Eichenhain gebaut werden. (SZ/ewe)