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Stadt rechnet mit Steuerplus

Vor allem an einer Stelle wird es wohl mehr Einnahmen geben als geplant. Trotzdem bleibt die Finanzlage schwierig.

© Sebastian Schultz

Gröditz. Die Stadt kann in diesem Jahr mit zusätzlichen 100 000 Euro in der Stadtkasse rechnen. So viel mehr Geld wird die Stadt über den Gemeindeanteil der Einkommenssteuer einnehmen, so Kämmerer Peter Küchler im Stadtrat. Auch die Pro-Kopf-Prämie vom Land, die allgemeinen Schlüsselzuweisungen, fallen 27 000 Euro höher aus, als ursprünglich im Haushalt angenommen. Die wichtigen Gewerbesteuer-Einnahmen lagen zur Jahreshälfte auf Kurs – von geplanten 2,2 Millionen sei bis Ende Juni die Hälfte eingegangen. Die Ausgaben würden streng überwacht, vor allem bei Energiekosten seien fünfstellige Einsparbeträge erreicht worden, so der Kämmerer. Gleichzeitig investiere Gröditz. Knapp 1,5 Millionen Euro fließen 2016 in Projekte wie den Dreiseithof und den Straßen- und Abwasserbau in Nauwalde. Daneben verringert die Stadt ihren 6,1 Millionen Euro großen Schuldenberg. 200 000 Euro sollen dieses Jahr getilgt werden. Die Gröditzer Pro-Kopf-Verschuldung liege damit bei 817 Euro. Einen kurzfristigen Kassenkredit, um flüssig zu bleiben, brauche Gröditz 2016 nicht.

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Risiken für die Finanzlage seien die absehbar sinkenden Anwohnerzahlen und damit sinkende Schlüsselzuweisungen, so der Kämmerer. Auch die Einnahmen bei der Gewerbesteuer könnten schwanken.

Eine solche herbe Schwankung von 2014 ist auch der Hintergrund der seither schwierigen Gröditzer Finanzlage. (ewe)