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Stadt schreibt Posten als Beigeordneter aus

Amtsinhaber Tilo Hönicke bewirbt sich wieder. Nun schon zum vierten Mal.

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Tilo Hönicke prägt die Stadt seit Jahren. Nun will er es noch einmal wissen.
Tilo Hönicke prägt die Stadt seit Jahren. Nun will er es noch einmal wissen. © Kristin Richter

Großenhain.  Am 30. Juni 2019, Null Uhr, endet die Amtsperiode des jetzigen Großenhainer Beigeordneten Tilo Hönicke. So genau sind die Regularien und so wird es am 30. Januar auch in der Ausschreibung stehen. Sieben Jahre sind schon wieder herum. Der Beigeordnete wird am 10. April 2019 auf einer Sondersitzung von den Stadträten gewählt. Dabei ist das Einvernehmen zwischen Stadtrat und OB erforderlich. Kommt es nicht zustande, kann der Stadtrat auch mit Zwei-Drittel-Mehrheit allein entscheiden. Eine solche Konstellation birgt freilich die ersten Konflikte schon in sich. Alle im Auswahlverfahren durch den Verwaltungsausschuss vorgeschlagenen Bewerber werden zu dieser Sondersitzung eingeladen und können sich dort noch einmal vorstellen. Die Zahl der Kanidaten kann zwischen zwei und vier liegen. Jeder Stadtrat muss die Gelegenheit bekommen, die Bewerbungen in der Geschäftsstelle einzusehen.

Bewerbungsschluss ist der 1. März. 2019. Seit 1998 hat Stadtbaudirektor Tilo Hönicke diese Position durchgängig begleitet. Unter Oberbürgermeister Burkhard Müller und jetzt OB Sven Mißbach. Dabei müssten Städte unter 20 000 Einwohnern diese Stelle nicht unbedingt vorhalten. Aber dafür spricht in der Lebenspraxis auch einiges: Der Beigeordnete kann übergangsweise alle Geschäftsbereiche übernehmen und er ist vor allem ständiger unterschriftsberechtigter Vertreter des Oberbürgermeisters.

Im Jahr 2005 zur ersten Wiederwahl in diesem Amt als „Beamter auf Zeit“ stimmten von 22 Stadträten 17 für Tilo Hönicke. 2012 war das etwas anders. Die Abstimmung fand unmittelbar nach der aufgeheizten Windpark-Debatte statt: Claus Richter (Linke) widersprach diesmal einer offenen Wahl. Das bedeutete zunächst, eine geheime Wahl vorzubereiten. Schließlich stimmten sieben Stadträte gegen Hönicke, 22 gaben ihr Ja.

Damit war Tilo Hönicke weitere sieben Jahre im Amt bestätigt.