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Stadt soll die Ballsäle kaufen

Freitals Stadtrat stimmt mit großer Mehrheit für den Kauf der Ballsäle Coßmannsdorf. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit.

© Andreas Weihs

Von Tobias Winzer

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Freital. Die städtische Wohnungsgesellschaft Freital (WGF) soll die Ballsäle Coßmannsdorf in Hainsberg kaufen. Anschließend soll ein Betreiber- und Sanierungskonzept für die Immobilie erarbeitet werden. Das hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstagabend mit großer Mehrheit beschlossen. Einzig drei Stadträte der Linken stimmten gegen den gemeinsamen Vorschlag von Freien Wählern, CDU sowie SPD/Grüne. Fraktionschef Michael Richter kritisierte, dass keine Zahlen vorlägen, welche finanziellen Auswirkungen der Kauf hätte. Vier Stadträte enthielten sich.

„Wir sind in gewisser Zeitnot“, hielt Peter Pfitzenreiter, Fraktionschef der CDU, entgegen. Weil sich auch andere Investoren für die Ballsäle interessieren, müsse die Stadt jetzt tätig werden. Nur so könne das Haus als Veranstaltungszentrum gesichert werden. „Wir haben es uns aber mit der Entscheidung nicht leicht gemacht.“ Die Immobilie wird derzeit für 225 000 Euro angeboten. Der Eigentümer hatte zuletzt mitgeteilt, dass er am liebsten an die Stadt verkaufen würde.

Bis zum Jahresende soll ein neuer Dachverein, bestehend aus den bisherigen Nutzern der Ballsäle – dem Faschingsverein, der Kultur- und Tanzwerkstatt (Kutawerk) und dem Verein zum Erhalt der Ballsäle Coßmannsdorf – ein Betreiberkonzept vorlegen. Anschließend kann ein Sanierungs- und Finanzierungskonzept erarbeitet werden. Erst dann entscheidet sich, ob die Ballsäle tatsächlich als Veranstaltungszentrum erhalten bleiben. „Ob es klappt, ist nicht sicher“, sagte FDP-Stadtrat Lothar Brandau.