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Stadt soll in fünf Regionen aufgeteilt werden

Für bessere Betreuung und Koordination von Hilfe für Flüchtlinge hat die Verwaltung einen Plan. Den erschwert nun aber der Bund.

© Symbolfoto: dpa

Im Januar hat Dresden 148 Asylbewerber zugewiesen bekommen. Damit leben hier derzeit 2 061 geflüchtete Personen. Dazu kommen nun aber 42 weitere Asylbewerber, die der Stadt unverhofft zugewiesen wurden. Das Bundesamt für Migration hat kurzfristig dem Land weitere Asylbewerber zugewiesen. Die werden nun auf die Städte verteilt, ohne eine Akte anzulegen, offenbar weil die Kapazitäten erschöpft sind.

Das bringt zusätzliche Arbeit für das Sozialamt. Denn es fehlen sämtliche Angaben und Gesundheitszeugnisse. Die Flüchtlinge müssen zu einem bestimmten Termin per Taxi nach Chemnitz gefahren werden, um alle Formalitäten zu klären. „Für die Ausnahmesituation in der Erstaufnahmeeinrichtung habe ich Verständnis. Aber für Botengänge und eine persönliche Begleitung der Asylbewerber hat auch die Stadt kein Personal frei“, so Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos). „Das können wir zusätzlich zu den steigenden Asylbewerberzahlen nicht auch noch leisten.“

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Im gestrigen Sozialausschuss informierte Seidel außerdem darüber, wie die soziale Betreuung der Asylbewerber und die Koordination der vielen Hilfsangebote der Dresdner verbessert werden soll. Sein Vorschlag: fünf Regionen. Neustadt, Klotzsche und Pieschen als Region sollen mit einer Stelle ausgestattet werden, Cotta bekommt 1,5 Stellen, Altstadt und Plauen ebenfalls 1,5 Stellen, Prohlis und Leuben 1,5 Stellen und eine Stelle gibt es für Blasewitz, Loschwitz und Schönfeld-Weißig gemeinsam. Jeweils ein Träger beziehungsweise Verband bekommt die Verantwortung in einem Gebiet. Es soll jeweils einen festen Ansprechpartner für die Anwohner geben und zwingend geregelte Öffnungszeiten.

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Noch im Februar soll die konkrete Zuordnung erfolgen. Seidel spricht von einer Drehscheibe vor Ort. Bürgergespräche, Informationsabende, Tage der offenen Tür, gemeinsame Projekte, gemeinnützige Arbeit im Stadtteil, Nachbarschaftshilfe, Alltagshilfe, Spenden und mehr können so organisiert werden. (SZ/awe)