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Stadt tauscht Bäume aus

Die Versiegelung setzt den Bäumen in der Innenstadt zu. Jetzt wurde tiefer gegraben.

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© Birgit Ulbricht

Von B. Ulbricht und K. Krüger-M.

Großenhain. Bauhofmitarbeiterin Anja Tietze machte am Freitag die letzten Handgriffe. Sie schlemmte den vierten neuen Baum am Hauptmarkt ein und säuberte die Baumscheibe. Die Baumhasel von der Leutersdorfer Baumschule sollen nun ein möglichst langes Leben vor sich haben. Dafür wurden die vier Pflanzstellen 1,80 Meter tief ausgehoben und das Erdreich komplett gegen Pflanzsubstrat gewechselt. Insgesamt sind 27 Bäume bestellt und für das Stadtgebiet geliefert worden sowie ein Tulpenbaum für den Kindergarten Pfiffikus. Die meisten Bäume sind für den Austausch bestimmt, zum Beispiel an der Bahnhofsstraße insgesamt sechs Mehlbeeren.

Nachdem bereits 2013 und 2015 je ein Baumhasel-Baum auf dem Hauptmarkt ausgetauscht werden musste, wurden nun weitere vier Bäume ausgegraben. Die 1987 gepflanzten Bäume litten in den letzten Jahren zunehmend unter typischen Stresserscheinungen von Straßenbäumen im stark versiegelten Stadtraum: kaum neuer Jahreszuwachs, verstärkte Fruchtbildung, Absterben ganzer Astpartien. Die vier gerodeten Bäume zeigten diese Symptome seit Jahren am deutlichsten und wurden immer kärglicher. Nun wurde auch gleich der Boden ausgetauscht. Und ein spezielles Baumsubstrat Hydralit ZU mit einem hohen Porenanteil und damit besseren Bedingungen für Sauerstoff und Wassertransport im Boden eingebracht.

Damit können sich die neuen Bäume, die nun eingesetzt wurden, besser entwickeln. Je nach Vergreisung weiterer Altbäume auf dem Markt werden diese in den nächsten Jahren bei Bedarf weiter Stück für Stück ausgetauscht. Über 30 Bäume wurden vom Bauhof bestellt. Auch auf der Bahnhofsstraße macht sich ein Austausch von sechs Hochstämmen notwendig.