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Stadt trennt sich von Immobilien

Mehrere Häuser sind auf der Internetseite der Stadt ausgeschrieben. Eins hat eine ganz besondere Lage.

© André Braun

Döbeln. Die Stadt bekommt nach und nach ihre nicht benötigten Immobilien los. Nachdem vor einigen Wochen der Stadtrat schon dem Verkauf des Stadtgutes Mannsdorf an ein Döbelner Ehepaar zustimmte, ist jetzt auch der Verkauf der ehemaligen Schule in Limmritz bestätigt worden. Sie war mehrere Jahre lang erfolglos angeboten worden. Die Käuferin sitzt selbst im Stadtrat und durfte deshalb nicht mit abstimmen. Jaqueline Freiberg hatte den Kaufantrag gestellt. Sie will das Gebäude sanieren und als Mehrfamilienhaus nutzen. Der Kaufpreis beträgt knapp 50 000 Euro. Er war von einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen festgestellt worden. Die Käuferin ist verpflichtet, ein im Grundbuch eingetragenes Trinkwasserleitungsrecht zu übernehmen und die Bushaltestelle vor dem Haus weiterhin zu dulden.

Der Ziegraer Ortschaftsrat hatte dem Verkauf schon im April zugestimmt. Das Haus wurde vor 1890 als Schule erbaut. Umbauten wurden 1952 und 1996 vorgenommen. Zuletzt gab es Mehrzweckräume im Untergeschoss sowie zwei Wohnungen im Ober- und Dachgeschoss, von denen eine vermietet ist. Zum Haus gehören 1200 Quadratmeter Grundstück. Weil das Haus von einer Stadträtin erworben wird, soll der Verkauf auch der Rechtsaufsichtsbehörde des Landratsamtes zur Genehmigung vorgelegt werden, so Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU).

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Für das Wohn- und Gewerbegebäude Grimmaische Straße 84, die sogenannte Villa Selma, gebe es einen Interessenten, sagt Jürgen Aurich vom Baubetriebsamt. Über den Verkauf des Anwesens, zu dem zwei Flurstücke mit insgesamt rund 5 700 Quadratmeter Fläche gehören, werde im nächsten Hauptausschuss beraten.

Für drei weitere Immobilien gibt es noch keine Kaufwilligen. Ein Dauerbrenner, weil schon lange auf der Verkaufsliste, ist dabei das Volkshaus. Dessen Saal wird ab und an für Veranstaltungen genutzt. Auch auf der Bowlingbahn rollen immer wieder die Kugeln. Außerdem gehören eine Gaststätte und ein Kaminzimmer mit jeweils 40 Plätzen dazu.

Nachdem Proteste verhindert haben, dass die ehemalige Schule in Choren zur Asylunterkunft wird, steht das Gebäude weiter leer. In ihm gibt es reichlich 1 600  Quadratmeter Nutzfläche.

Eine ganz besondere Lage hat ein eingeschossiges Einfamilienhaus am Geyersberg. Es befindet sich am Ortsausgang von Döbeln, direkt neben dem Krematorium. Es ist voll unterkellert. Reichlich 78 Quadratemeter stehen als Wohnfläche zur Verfügung. Durch aufsteigende Nässe ist es aber auch sanierungsbedürftig. (DA/jh/rt)