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Stadt untersagt das Abpumpen

Mit nur wenigen Ausnahmen darf ab Freitag kein Wasser mehr aus Flüssen, Bächen oder Seen entnommen werden.

Von Klemens Deider

Gegen dürre Halme und staubige Bachläufe hilft nur viel Regen. Doch der ist lange nicht in Sicht. Zumindest nicht in Dresden. Deshalb hat die Stadtverwaltung jetzt gehandelt und verboten, Wasser aus Flüssen, Bächen oder Seen zu entnehmen.

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Wie Umweltamtsleiter Christian Korndörfer am Dienstag mitteilte, hat die Landeshauptstadt entschieden, dass Eigentümern und Anliegern bis zum 15. Oktober die Wasserentnahme an oberirdischen Gewässern mittels Pumpen untersagt wird. Eine Allgemeinverfügung dazu steht im Amtsblatt, das am Donnerstag erscheint. Die Verfügung tritt am Freitag in Kraft. Sie gilt für alle oberirdischen Gewässer in Dresden, die den wasserrechtlichen Vorschriften unterliegen. Ausgenommen ist die Bundeswasserstraße Elbe. Hier darf aber sowieso kein Wasser abgepumpt werden. Der Elbpegel, gemessen an einem Pfeiler der Augustusbrücke betrug am Dienstagnachmittag 54 Zentimeter, normal sind 1,75 Meter zu dieser Zeit.

Betroffen sind auch viele Kleingärtner etwa an der Prießnitz oder dem Lockwitzbach. Nicht betroffen von der neuen Regelung sind Wasserentnahmen, für die eine Erlaubnis vorliegt. Laut Umweltamtsleiter Christian Korndörfer sind seinem Amt aber keine derartigen Erlaubnisse bekannt.

Das Schöpfen mit Handgefäßen ist bei ausreichendem Wasserstand weiterhin zulässig. Dies sollte jedoch mit höchster Zurückhaltung erfolgen. Auf keinen Fall dürfen das Gewässer, die Ufer sowie die Tier- und Pflanzenwelt beeinträchtigt werden. Werden bei Gewässerkontrollen Verstöße festgestellt, kann dies als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Das Bußgeld beträgt mindestens 50 Euro. Gegen diese Verfügung kann innerhalb eines Monats Widerspruch bei der Stadt erhoben werden.