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Stadt wartet auf Töberichs Angebot

Die Investorin darf nicht zwischen Leipziger Straße und Elberadweg bauen. Ihr Plan für Marina Garden wurde gekippt. Bisher hat die Stadt aber noch kein Verkaufsangebot erhalten.

© Sven Ellger

Mit dem „Elbviertel“ hat die Stadt einen neuen Plan für das Gebiet zwischen Leipziger Straße und Elberadweg vorgelegt (die SZ berichtete). Unklar ist, ob die Wohnanlage jemals gebaut werden kann. Denn ein Großteil des Areals gehört der Architektin Regine Töberich, die dort ihr Projekt „Marina Garden“ verwirklichen wollte. Laut neuem Bebauungsplan darf sie das nicht mehr. Die Stadt hat bislang kein Verkaufsangebot von der Investorin erhalten, sagte Rathaussprecher Karl Schuricht der Sächsischen Zeitung. Das letzte Wort zu dem Entwurf, der derzeit öffentlich ausliegt, habe der Stadtrat. „Bis dahin wird noch etwas Zeit vergehen, und wir werden sehen, ob und wann Bauabsichten der Grundstückseigentümer tatsächlich verwirklicht werden.“

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Töberich hat drei Möglichkeiten: Sie kann ihr Grundstück verkaufen, selbst nach den neuen Plänen bauen oder die Immobilie brachliegen lassen, womit das „Elbviertel“ chancenlos sein dürfte. Im November schloss Töberich in einem Zeitungsinterview aus, „das“ bauen zu wollen. Und ein Verkauf der Fläche stünde im Moment nicht zur Diskussion.

Linke-Bauexperte Tilo Wirtz glaubt nicht daran, dass die Stadt das Grundstück kaufen würde, falls Töberich es anbietet. Wahrscheinlich sei es, dass die Verwaltung nach einem Investor sucht, der die Fläche erwirbt. Für dieses Jahr hatte Töberich eine Klage gegen die Stadt angekündigt, um Schadenersatz einzufordern, unter anderem für ihre bisherigen Planungen, die nun nichtig sind. (SZ/sr)