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Stadt will junge Familien in Weinhübel

Große Wohnungen und Bau von Einfamilienhäusern sollen in den Görlitzer Stadtteil locken.

© Pawel Sosnowski/80studio.net

Görlitz. Die Stadt will den bei 55 Jahren liegenden Altersdurchschnitt in Weinhübel senken. Das erklärte OB Siegfried Deinege (parteilos) jetzt beim Treffen des Bürgerrates. „Dafür brauchen wir große Wohnungen“, so der OB. Familien hätten heute andere Ansprüche als früher. Deinege will zu diesem Thema demnächst auch mit Arne Myckert reden, dem Chef des städtischen Großvermieters Kommwohnen.

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Hartmut Wilke, der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, sieht noch einen zweiten Weg, um Familien in Weinhübel anzusiedeln: „Wir müssen frei werdende Flächen freigeben für den Bau von Wohneigentum.“ Gemeint sind wohl vor allem Einfamilienhäuser. An der Landheimstraße verkaufe die Stadt gerade fünf Baugrundstücke. Auf der Fläche war vor gut sieben Jahren ein nicht mehr benötigter Kindergarten abgerissen worden. Die Stadt sei stetig auf der Suche nach solchen Baugrundstücken: „Wir schauen, wo es was gibt, wer der Eigentümer ist und was er will.“

Laut Deinege gibt es außerhalb der Stadt viele Restriktionen für den Eigenheimbau. In der Stadt sei es einfacher, zudem gebe es hier Bedarf. „Weinhübel wird sich entwickeln“, sagt Deinege. Um das zu erreichen und ein klares Signal für den Stadtteil zu setzen, hatte die Stadt vor zwei Jahren eine neue Grundschule an der Jonas-Cohn-Straße errichtet – gegen den Willen des Freistaates, der hier keinen Bedarf sah und kein Geld geben wollte. (SZ/ik)