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Stadt zahlt über fünf Millionen an Kreis

Die Stadt Wilsdruff muss in diesem Jahr so viel Geld an den Landkreis überweisen wie noch nie zuvor.

© Andreas Weihs

Wilsdruff. Die Stadt Wilsdruff muss in diesem Jahr so viel Geld an den Landkreis überweisen wie noch nie zuvor. Wie das Rathaus mitteilt, fließen im laufenden Jahr voraussichtlich gut fünf Millionen Euro an das Landratsamt. Der Anteil der sogenannten Kreisumlage am Gewinn der Stadt steigt von 33,5 auf 34,2 Prozent. Ursprünglich sei der Landkreis von einem Satz von etwa 34,5 Prozent ausgegangen. Man habe sich jedoch in Gesprächen auf eine niedrigere Erhöhung einigen können, heißt es aus dem Wilsdruffer Rathaus. Mit dem neuen Satz soll der Landkreis an der Erhöhung der Umsatzsteueranteile, von der zuerst die Kommunen profitieren, beteiligt werden.

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Allerdings sind Erhöhungen der Kreisumlage auch darüber hinaus üblich. So lag der Satz 2009 noch bei 32,7 Prozent, und Wilsdruff musste knapp 3,4 Millionen Euro weitergeben. Diese Zahlen zeigen, dass mit steigenden Einnahmen der Kommune die Verpflichtungen gegenüber dem Landkreis steigen. Wie Wilsdruffs Bürgermeister Ralf Rother (CDU) mitteilt, löse der höhere Satz nicht das Problem der Unterfinanzierung des Landkreises, die allein durch die nicht auskömmliche Erstattung der Asylkosten durch den Freistaat Sachsen bei rund fünf Mio. Euro jährlich liege. Diese staatliche Aufgabe könne nicht auf dem Rücken der Kommunen gelöst werden. (hhe)