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Kamenz

Stadtbüttel steuert den Frühschoppen

Zum 15. Mal sorgte die Kamenzer Kultfigur für ein ausverkauftes Haus beim KKC.

Lorenzo brillierte wie immer – auch im Ostfriesennerz.
Lorenzo brillierte wie immer – auch im Ostfriesennerz. © KKC

Kamenz. Das war mal wieder ein Rundumschlag! Stadtbüttel Lorenzo, alias Steffen Lorenz vom Kamenzer Karnevals Club, hatte zum 15. Karnevalistisch-politischen Frühschoppen nach allen Seiten kräftig auszuteilen. Und schonte sich selbst und seine Lieben dabei aber ebenfalls nicht. Im ausverkauften Saal von Hotel Stadt Dresden herrschte jedenfalls echte Hochstimmung. Das karnevalistische Urgestein hielt auch zur kleinen Jubiläumsausgabe in unvergleichlicher Art allerlei Spitzen auf die Politprominenz der Stadt, des Landkreises, des Landes bis hoch zur Bundesebene parat. Keiner wurde verschont, wenn Leichtmatrose Lorenzo diesmal ins Schwelgen kam und seinen ganz persönlichen Jahresrückblick abhielt.

 Auch diesmal wurde er kräftig unterstützt von seinem Narrenclub, der mit Sketchen, Tänzen und Einlagen zu überzeugen wusste. Ob Seemannsgarn, Nixen-Stammtisch oder Burleske-Einlage – die Narren befinden sich in ihrer 33. Saison unter dem Motto „33 Jahre durch wilde See – Leinen los beim KKC“ und steuern auf eine tolle Saison zu. Natürlich fehlte musikalisch auch die Bordkapelle der Titanic „Die Disharmoniker“ samt Chansonnette Charlotte de Cognac nicht, die schon seit zehn Jahren mit dem Stadtbüttel verheiratet ist, jedoch keinen Gebrauch davon macht.

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Der Frühschoppen ist Kult und hat sich längst zum Gig-Höhepunkt in der Fünften Jahreszeit der Lessingstadt gemausert. Schon kurz nach Neujahr sind die Karten vergriffen, aber mehr als 450 Närrinnen und Narren passen halt nicht in den Saal. Dabei ist die Anwesenheit durchaus ein zweischneidiges Vergnügen. Man kann nie ganz sicher sein, selbst zum Gespött zu werden. Lorenzo zieht nämlich nicht nur die große Politik durch den Kakao, sondern vor allem auch die Kommunale. Oberbürgermeister Roland Dantz und Landtagsabgeordneter Aloysius Mikwauschk können ein Lied davon singen, treten aber Jahr für Jahr wieder gern als Gäste an. 

Dass Lorenzo angesichts der desaströsen Politiklage zwischendurch ein bisschen ernster kann, bewies er diesmal deutlich. Und alles, ohne den erhobenen Zeigefinger herauszuholen. „Ich bleibe mir einfach treu. Das ist das einzige Rezept, warum solch eine Sache gelingen kann“, sagt er. Das Publikum honorierte es. Jörg Demski, der erstmals dabei war, brachte es auf den Punkt: „Ich fand es wirklich sehr gut – ausgewogen, spitz und mit viel Kamenzer Humor und Charme. Wie immer ausverkauft, zeigt es doch, dass der geneigte Kamenzer durchaus Willens ist, sich politisch-gesellschaftlich und kommunal zu aktivieren“, freute er sich. (if)

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