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Stadtbus fährt noch nicht durch den Stadtpark

Der Umleitungsfahrplan sollte bis Ende Februar gelten. Doch nun muss man die Auenstraße erst bauen, um sie freizugeben.

© Klaus-Dieter Brühl

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

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Großenhain. Fußgänger und Radfahrer dürfen die neuen Bahntunnel Auenstraße und Parkstraße nutzen – doch der Stadtbus darf nicht zur Mückenschänke durchfahren. Bis Ende Februar, so war es angekündigt, sollte deshalb der Umleitungsfahrplan gelten. Bis dahin wollte sich auch Rentner Werner Balke vom Kupferberg gedulden, der vehement für eine schnelle Befahrbarkeit des Tunnels Auenstraße kämpft.

Doch nun ist klar, dass der Umleitungsfahrplan auch nach dem 25. Februar weiter gelten wird – voraussichtlich sogar bis Ende März. Denn die Auenstraße ist derzeit nur geschottert, zwei große Poller versperren den Weg. Die beleuchteten Warnbaken wurden teilweise schon zerstört. „Die Deutsche Bahn AG führt während der Winterzeit keine Bauarbeiten durch, und während dieser Zeit kann eine Freigabe der Auenstraße und Parkstraße aus Sicherheitsgründen nur für Fußgänger und Radfahrer erfolgen“, heißt es aus dem Rathaus.

Voraussichtlich ab März sollen die Straßen im Bereich der Brücken fertiggestellt werden. Dazu wird nochmals eine Vollsperrung notwendig. Sind diese Arbeiten dann absehbar voraussichtlich Ende März fertig, erfolge die vollständige Freigabe beider Straßen für den Verkehr wie vor der Baumaßnahme. „Der Stadtbus kann dann wieder alle Haltestellen planmäßig bedienen“, teilt Stadtsprecherin Diana Schulze mit.

Diesen Zeitplan bestätigt auch Klaus Riedel von der Bahn. „Die Ausführungsplanung muss noch mit der Stadt abgestimmt werden, doch Anfang März soll der Straßenbau losgehen“, verspricht Riedel. Dann hängt wohl alles vom Wetter ab. Und ob noch Frost im Boden ist.

Stadtbus-Kunde Werner Balke ist dennoch unzufrieden. „Rentner habe keine Lobby und als Einzelperson findet man auch nicht immer ausreichend Gehör“, so der Großenhainer. Er beklagt, dass das Ende der Umleitung nun schon mehrfach verschoben wurde. Seiner Meinung nach habe sich das Rathaus zu wenig für die Belange der älteren Fahrgäste eingesetzt und zu spät reagiert. „Ich war davon ausgegangen, dass durch die Baumaßnahmen der Deutschen Bahn erhebliche Schäden am Straßenkörper vorhanden sind, musste aber feststellen, dass dem nicht so ist“, konstatiert der Rentner. „Wenn man am Jahresanfang den Poller eingesetzt und im Tunnel eine sandgeschlämmte Schotterdecke hergestellt hätte, wäre es durchaus möglich gewesen, dass der Stadtbus diesen Straßenabschnitt wieder hätte nutzen können“, so Werner Balke. „Und die äußerst ungünstige und belastende Fahrplanänderung beendet werden konnte.“

„So sind wir gezwungen, weiterhin Verständnis für das Nicht-Wollen und Nicht-Können der Verantwortlichen aufzubringen“, wandte sich der Großenhainer an Oberbürgermeister Sven Mißbach persönlich. Balke sieht den schwarzen Peter nun bei der Stadtverwaltung.

Fahrplanauskunft: 03522522555