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Stadthalle wird preiswerter als gedacht

Beim Kleinen Saal sind 250 000 Euro weniger nötig. Kann die Stadt Görlitz das Geld behalten?

© Pawel Sosnowski/pawelsosnowski.c

Von Ingo Kramer

Die Botschaft im Technischen Ausschuss vor zwei Wochen war eindeutig: Die derzeit laufenden Bauarbeiten zur Nutzbarmachung des Kleinen Saals der Stadthalle werden teurer, hieß es. Deshalb beschlossen die Stadträte dort eine Nachtragsvereinbarung für die Bauhauptleistungen in Höhe von fast 21 000 Euro. Damit erhöhen sich die Kosten für die Bauhauptleistungen auf 617 600 Euro. Grund für die Kostensteigerung ist, dass das Parkett mit teerhaltigem Kleber mit dem Untergrund verleimt worden ist. Die Entsorgung ist teuer.

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Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit. Wie nämlich erst jetzt bekannt wurde, gibt es andere Arbeiten, die deutlich preiswerter werden. Welche genau das sind, kann Rathaussprecher Wulf Stibenz zwar nicht sagen, aber er spricht von rund 250 000 Euro, die plötzlich weniger anfallen als gedacht. „Aufgrund der Urlaubszeit des Projektleiters ist eine kurzfristige Auskunft darüber, was günstiger wird und welche Folgen das fördertechnisch hat, erst ab Mitte August möglich“, teilt Stibenz mit. Die Stadt werde natürlich mit den Fördermittelgebern darüber verhandeln, die nicht benötigten Mittel für weitere Arbeiten an der Stadthalle nutzen zu dürfen.

Alle genannten Summen betreffen die bereits laufenden Arbeiten. Deren Hauptziel ist es, den Kleinen Saal wieder nutzen zu können. Mit dem geplanten „großen Wurf“ hat das alles noch nichts zu tun: Die Stadt Görlitz hatte kürzlich Zusagen vom Bund und vom Freistaat Sachsen über jeweils 18 Millionen Euro erhalten. Das ergibt also in Summe 36 Millionen Euro – plus der vier Millionen Euro, die jetzt schon verbaut werden. Das Gebäude soll komplett saniert werden, auch beide Ränge bleiben erhalten und sollen künftig für Besucher wieder zur Verfügung stehen. Für eine zeitgemäße Nutzung ist geplant, zur Neiße hin einen Anbau zu errichten. Die Wiedereröffnung der Stadthalle ist nach jetzigem Stand für das Jahr 2024 vorgesehen, 20 Jahre nach Schließung der Halle.